Mering: Ein Schul-Neubau der Superlative

Der Gymnasiums-Neubau soll im September bezugsfertig sein. Foto: Stöbich
Mering: Mering | Bevor in den Sommerferien das ehemalige Mittelschulgebäude in Mering abgerissen wird, gibt es am Donnerstag, 28. Juli, bei einem „Tag des offenen Gebäudes“ die Möglichkeit, Abschied zu nehmen und ab 14 Uhr bei einem Flohmarkt das ein oder andere Schnäppchen zu ergattern. Während der ersten August-Woche soll dann die gesamte Verwaltung des Gymnasiums in den Neubau umziehen. In der letzten Ferienwoche werden die verschiedenen Sammlungen der einzelnen Fachrichtungen eingerichtet.
Zu Beginn des neuen Schuljahres wollen zuerst die Lehrer in das rund 30 Millionen teure Gebäude einziehen und das neue Gymnasium kennenlernen. Einen Tag später, pünktlich um 7.55 Uhr, wird es dann für die Jugendlichen Ernst. Nach dem wegweisenden Kreistagsbeschluss Ende 2010 hatte die Mittelschule in Mering den zweiten Stock für das dritte Gymnasium im Landkreis freigeräumt, das im September 2013 zunächst als Außenstelle des Deutschherren-Gymnasiums in Aichach gestartet war - ein denkwürdiges Datum für die Vertreter des Landkreises und der Marktgemeinde.
Jetzt aber schauen Schulleiter Josef Maisch und sein Kollegium gespannt nach vorn, wenngleich eine Menge Arbeit auf sie wartet. Obwohl alles nach Plan verlaufe, werde man anfangs noch mit manchem Provisorium leben müssen, so Maisch. Der Mensa-Neubau soll dann 2017 in Betrieb gehen, wenn alles wie vorgesehen klappt. Ein Schutzgerüst wird während der Abrissarbeiten am Neubau angebracht, damit die Fassade nichts abbekommt. Einen offiziellen Festakt soll es am 19. Oktober, für geladene Gäste geben; am Nachmittag können alle interessierten Bürger dann das neue Gymnasium in Augenschein nehmen.
Der Baukörper für die Schule ist 90 Meter lang und etwa 35 Meter breit; er ist unterteilt in drei Abschnitte, die durch Flügeltüren voneinander getrennt sind. Im Zentrum des Erdgeschosses liegen die Aula, Treppenhäuser, Aufzug und Technikräume. Drei großzügige Lichthöfe sorgen dafür, dass Helligkeit nach unten bis zum Boden flutet; diese Bereiche sind öffenbar, damit Luft zirkulieren kann. Mit Grundwasser durchflossene Leitungen in den Betondecken sollen die Räume im Sommer abkühlen und im Winter vorwärmen und das Raumklima verbessern
Die geplanten Lichthöfe reichen durch alle Stockwerke bis zum Boden, das Gebäude erhält aus Brandschutzgründen so genannte Flugbalkone; sie werden zum zweiten Fluchtweg über die weiteren Treppenhäuser, die in den Obergeschossen in den Flügeln des Bauwerks sitzen. Diese sind so situiert, dass Schüler, die sich von einem Stockwerk zum anderen bewegen müssen, nicht die etwas weiter innen liegenden „Lernlandschaften“ passieren müssen. Architekt Wolfgang Obel stellt fest: „Wir haben optimale Bedingungen für alle Arten von Lehrkonzepten geschaffen!“
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