Meringer Delegation feiert mit Partnerstadt Amberiue-en-Bugey die Jahre 1860 bis 1920

Merings Zweiter Bürgermeister Florian A. Mayer (Mitte) überreicht Amberieus Bürgermeister Daniel Fabre (2. von rechts) unter Anwesenheit dessen Vorgängers, des Museumschefs sowie Fabres Stellvertreterin ein Gastgeschenk für das Museum. (Foto: oh)
 
Christine und die Bürgermeister Daniel Fabre und Florian A. Mayer beim Festumzug in Amberieu (Foto: oh)

Einladungen zu Wein- und Bierfest sowie zum 1000-jährigen Gründungsfest Merings stehen.

Amberieu/Mering. Das letzte Mal vor 30 Jahren hat Merings Partnerstadt Amberieu-en-Bugey ein solches historisches Fest gefeiert. Dieses Mal ging es am 1. Juli um die Jahre 1860 bis 1920 und das Referendum zwischen einer Republik und der Herrschaft Napoleons. Auf Einladung von Amberieus Bürgermeister Daniel Fabre war auch eine Meringer Delegation um Zweiten Bürgermeister Florian A. Mayer, die Feuerwehrkapelle um die Gebrüder Stefan und Harald Nerlich sowie eine Abordnung des Trachtenvereins Almarausch um Vorsitzenden Wolfgang Loder bei den Feierlichkeiten vor Ort dabei. Neben der französischen Union Musicale spielte eine italienische Gruppe aus Cremona und die französische Garde Republicane. Alleine letztere war schon eine eigene Attraktion, spielen die Berufsmusiker mit Ihren Pferden doch sonst auch am Nationalfeiertag in Paris im Auftrag des französischen Präsidenten.

Der Festsamstag begann mit einem Umzug, an dem die Meringer Abordnung als eine von vier Kapellen mit bayerisches Blasmusik den Zug musikalisch umrahmte. Zuvor hatte die französische Luftwaffe die Flagge Frankreichs als Streif in den Himmel gezogen. Nach dem Mittagsaperitiv fanden am Marktplatz historische Kundgebungen statt, die offiiziellen Vertreter der Gemeinde waren Akteure mit entsprechenden historischen Gewändern. Am Nachmittag war dann Aufstellung zum zweiten Festumzug im Bahnhofsviertel, bei welchem die Ankunft Napoleons nachgespielt wurde. Der Festabend klang für die Meringer beim öffentlichen Ball in der Espace 1500 und einem anschließenden atemberaubenden Feuerwerk aus.

Gemeinsame Termine und Feste geplant

Merings Zweiter Bürgermeister Florian A. Mayer hatte am Freitagabend die Gelegenheit im Rahmen eines gemeinsamen Abendessens sich mit seinem Amtskollegen Daniel Fabre auszutauschen. Diesem schlug er auch gleich vor 2021 mit einer Abordnung an den 1000-Jahr-Feierlichkeiten teilzunehmen. Daniel Fabre erzählte seinem Amtskollegen in diesem Rahmen auch, dass man zwei Umzüge auch deshalb veranstalte, weil es schwierig sei aus dem langgezogen Ort beide Stadtteile im Zentrum zusammenzubringen. Ferner kam es zu weiteren gemeinsamen Terminvereinbarungen zwischen den Partnergemeinden. Am 21. April 2018 wollen Trachtenverein und Feuerwehrkapelle mit der französischen Union Musicale ein Weinfest ausrichten, im Herbst 2018 soll dann in Amberieu wieder ein Bierfest stattfinden, diesmal als Oktoberfest. Florian A. Mayer lobte diesbezüglich das Engagement der Vereine die Städtepartnerschaft neben den offiziellen Treffen mit Leben zu erfüllen.

Vor der Abreise am Sonntag überreichte Zweiter Bürgermeister Florian A. Mayer seinem Freund Daniel Fabre ein beleuchtetes Glashologramm des Meringer Wappens als Gastgeschenk im Rahmen der Geburtstagsfeier des Bahnmuseums in Amberieu. Die ursprüngliche Idee einen Modellzug der "Meringer Lokalbahn" als Geschenk für das Museum mitzubringen zerschlug sich leider, weil eben dieser vergriffen war.

Voneinander lernen: Partnerschaft intensivieren

Insgesamt hat die Gemeinde Amberieu rund 50.000 Euro für die Festivitäten ausgegeben, wobei an der Gemeindekasse weniger als 10.000 Euro hingen blieben. In Frankreich ist alles ein bisschen anders, so Merings Zweiter Bürgermeister, obwohl sich die Gemeinden in vielen Bereichen sehr ähnlich sind. Neben der Einwohnerzahl ist zum Beispiel für beide die Bahnanbindung von großer Bedeutung. In anderen Bereichen setzen die Länder ihre Schwerpunkte dagegen oft ganz anders, so dass man gegenseitig oft voneinander lernen kann. Seit Daniel Fabre Bürgermeister in Amberieu ist, hat sich auch das Interesse der französischen Gemeinde an der Partnerschaft wieder intensiviert. Ihm sei deshalb herzlich gedankt, so Florian A. Mayer weiter.
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