Schluss beim Schlossumbau

ie Sanierung soll bis zum Herbst abgeschlossen sein. (Foto: Peter Stöbich)
Milder Winter hilft den Bauarbeiten am Meringer Schloss. 2016 sollen die Arbeiten laut Plan beendet werden, dann stehen 48 Wohnungen zum Bezug zur Verfügung.

Der Umbau des historischen Schlosses an der Bouttevillestraße in Mering geht 2016 in die letzte Runde. Die Fertigstellung der 48 Wohneinheiten soll kommenden Herbst mit einem Fest gefeiert werden, für das die Musik bereits gebucht ist. Mario Massano, Geschäftsführer der Schloss Mering Estate GmbH, zeigt sich zuversichtlich, dass auch im neuen Jahr alles weiter nach Plan laufen wird. Er ist froh darüber, dass kein vorzeitiger Wintereinbruch die umfangreichen Bauarbeiten erschwert hat, so dass rechtzeitig vor Weihnachten die gesamten Dachflächen geschlossen werden konnten.

Schon heute können Passanten sehen, wie die Anlage durch die Sanierung gewinnt. In den nächsten Monaten wird vor allem der Innenausbau fortgesetzt, während gleichzeitig auch die Arbeiten im Schlosspark weitergehen. Rechts vom Eingangstor wird Massano später sein neues Büro mit einer historischen Gewölbedecke beziehen.

Sogenannte Horizontal- und Vertikalsperren sorgen für die Erhaltung des Bauwerks: Insgesamt 6000 Bohrloch-Injektionen schützen vor aufsteigender Feuchtigkeit. Mit der neuen Eigentümer-Gesellschaft soll das komplette Anwesen attraktiver werden: Die Fassaden werden in Abstimmung mit der Denkmalbehörde aufwendig saniert, Gesimse, Possen, Lisenen und diverse Detailelemente im Zuge des Umbaus restauriert beziehungsweise wieder hergestellt. Die neuen Gauben werden als Satteldachgauben mit hochwertiger Verblechung den vorhandenen detailgetreu nachempfunden. Die Abgrenzung zum ehemaligen Schlossgraben erfolgt durch eine Pflanzen-Einfriedung.

„Für die künftigen Bewohner wollen wir in der parkähnlichen Freifläche vor dem Anwesen einen großzügigen Freiraum anlegen, auf dem auch Kinderspielgeräte, Müllstandplätze und Ständer für etwa 40 Fahrräder untergebracht sind“, kündigt der Geschäftsführer an. Das komplette Grundstück umfasst 9350 Quadratmeter, der große Schlosspark mit überdachten Carports entlang der Mauer soll als solcher erkennbar bleiben.

Schloss Mering war bis ins 19. Jahrhundert kein ausschließlicher Wohnsitz, sondern wurde als Verwaltungszentrum genutzt. Lediglich der Ortspfleger wohnte dort. Um 1060 beginnt wahrscheinlich die Geschichte des Schlosses, das die Welfen als sogenannte „Niederungsburg“ auf einer Paarinsel errichteten. Eine Art Finanzamt und ein Pfleggericht mit Verwaltungsaufgaben hatten dort ihren Sitz.

von Peter Stöbich
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