Schüleraustausch: Frankreich zu Gast in Deutschland

Lena aus der Klasse 9 c der Realschule Mering (links) freute sich über die Ankunft ihrer Austauschpartnerin Alice aus Ambérieu, bei der sie im März eine Woche zu Besuch war.
 
38 Schüler aus Ambérieu verbringen eine Woche bei Gastfamilien der Realschule Mering.
Mering: Realschule | 38 Schüler und Schülerinnen aus einem Gymnasium von Ambérieu verbringen eine Woche in Gastfamilien von Schülern der Meringer Realschule. Der regelmäßige Austausch besteht bereits seit 33 Jahren. Französisch ist seit 1999 als zweite Fremdsprache im Hauptfach wählbar und die Verständigung verbesserte sich dadurch enorm.

Lena besucht die Klasse 9 c der Staatlichen Realschule Mering und war im März in der Familie von Alice. Jetzt freut sie sich sehr darüber, die „Correspondante“ aus der Partnerstadt Ambérieu in Mering zum Gegenbesuch willkommen zu heißen. 38 junge Franzosen und Französinnen, die seit zwei oder drei Jahren Deutsch lernen, kamen nach neunstündiger Busfahrt am Dienstagabend mit ihren drei Lehrerinnen in Mering an und bleiben für eine Woche in den deutschen Austauschfamilien.
Schon seit 1983 besteht ein regelmäßiger Austausch zwischen der Realschule Mering und dem Collège Saint-Exupéry in Ambérieu, den Andrea Lanzinger und die französische Kollegin Christel Grandjean organisieren. „Aufgrund einer Schulreform können Schüler erst ab 12 Jahren Deutsch lernen und haben weniger Unterrichtsstunden als früher. Es gab Streiks, Unterschriftensammlungen und auch Demonstrationen gegen diese Entscheidung, allerdings vergeblich. Im Mai 2017 sind die Wahlen und wir hoffen auf einen neuen Kultusminister, der dies rückgängig macht“, erzählt die Deutschlehrerin Christel Grandjean, die seit zwanzig Jahren ihre Schüler nach Mering begleitet und sich mit ihren Kolleginnen Florence Gilet und Laurence Pinedo auf die Woche in der Partnerstadt freut. In Mering unterstützen Kristina Krimm und Miriam Biallas die Hauptorganisatorin Andrea Lanzinger. Hauptziel des Austausches ist es, die Sprache des Partnerlandes zu üben und Freundschaften zu schließen. Da die Gemeinden den Austausch finanziell stark bezuschussen, ist dies zu einem äußerst günstigen Preis möglich, wofür sich die deutschen Gasteltern bei der Gemeinde Mering bedanken möchten.

Erster Bürgermeister Hans-Dieter Kandler begrüßte die jungen Gäste, die zwei Wochen nach dem offiziellen Besuch der Gästegruppe aus Ambérieu eintrafen, in seiner Gemeinde. „Diesmal ist es ein Austausch der Jugend und ich wünsche den jungen Franzosen gute Gespräche und schöne Ausflüge“, sagte er. Da die beiden Lehrerinnen „alte Hasen“ seien, gehe er von einer optimalen Organisation aus, ergänzte er und amüsierte die Zuhörer, denn diesen Ausdruck gibt es so im Französischen nicht. Auch Schulleiter Andreas Pimpl freute sich, die jungen Gäste nach einer Anreise ohne Stau mit einem internationalen Buffet der Gasteltern willkommen zu heißen. Als Zeichen der Freundschaft hatten sie um die Platten mit Speisen Servietten in den Farben Frankreichs gelegt und auch an der Wand hingen die deutsche und französische Fahne nebeneinander.
Im März besichtigten die Realschüler der 8. und 9. Klassen bei ihrem Aufenthalt die Städte Lyon und Annecy sowie die Tropfsteinhöhle La Balme. Die Schüler aus Frankreich werden einen Tag den Unterricht an der Realschule Mering miterleben, bevor sie am Donnerstag die Altstadt von Nördlin

gen und das Rieskratermuseum besichtigen. Am Freitag steht für die 13- und 14-jährigen Gäste das Bavaria Filmstudio und ein Stadtrundgang zu Fuß durch Münchens Altstadt auf dem Programm. Das Wochenende werden sie individuell mit ihren Gastfamilien verbringen. Augsburg lernen sie noch am Tag vor der Rückreise kennen.
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