Wie ein Hase mit seiner Musik die Tiere der Savanne rettet

Hase Tschipo (Garnon Wetzl) gelang es mit seiner Musik, den Tieren der Savanne das Wasser vor den Gespenstern zu retten.
 
Das Schüler- und Lehrerorchester spielte die abwechslungsreiche Musik des afrikanischen Musicals unter Leitung von Monika Nees.
Mering: Realschule | Erstmals führten die Schüler der Realschule Mering ein afrikanisches Musical auf und schon die Premiere war für Lehrer und Schüler ein Riesenerfolg und wurde vom Publikum mit viel Beifall belohnt.

Begeistert zeigte sich nicht nur das Publikum, sondern auch die drei hauptverant-wortlichen Lehrkräfte mit dem ersten Abend des Musicals „Kwela, kwela!“ an der Meringer Realschule. Die Schüler und Schülerinnen freuten sich über ihre gelungene Premiere und hofften auch für die beiden folgenden Aufführungen mit ebenso vielen Zuschauern.

Monika Nees, die die Gesamtleitung trug und die Musik für das Orchester arrangiert hatte, entschied sich in Absprache mit Andrea Lanzinger, die für die Schauspieler zuständig war, für ein afrikanisches Stück, weil es sehr gut zum Sommer passen würde. Sie freute sich, dass sie vom Kirchenchor St. Johannes die Sänger Patricia Fleig fürs Keyboard und Aras Mustafa für die Trommel gewinnen konnte. „Die Musik ist nicht leicht zu spielen, denn der Takt wechselt immer wieder, aber alle haben es toll gemacht“, verriet sie. Dem Orchester gehören einige Schülerinnen an, die auch in der Meringer Kolpingkapelle spielen und schnell mit neuen Noten zurechtkommen. „Seinen Part allein zu spielen, ist nicht so schwer, aber das Zusammenspiel mit den anderen Instrumenten schon“, sagte Silvia Koppold, die auf der Querflöte spielte.

Schulleiter Andreas Pimpl begrüßte das Publikum zu einem Musical, das mehr als nur ein „König der Löwen für Arme“ (Worte von Monika Nees), sondern ein „Best of Madagascar“ und „Best of Ice Age“ zusammen sei. Als er mit seiner Trompete im Orchester Platz nahm, traten die Tiere auf die Bühne. Annalena Weißbart spielte ihre Hauptrolle als Löwe King George überzeugend gut. Schauspielerin ist schließlich ihr späterer Berufswunsch. Aber auch Vivien Elfring als Lärmvogel Tebogo, die mit dem Lautsprecher immer wieder Durchsagen für die Tiere machte, brachte das Publikum nicht nur einmal zum Lachen. Auf Rat des weisen Marabu befragt der Löwe das Orakel und fordert die Tiere auf, nach Wasser zu graben. Das ruhige Lied „Halleluja“ sangen sie, als sie nach langer Arbeit endlich auf Wasser stießen. Spannend wurde die Musik, als drei Gespenster auftauchten, um den Savannenbewohnern aus Langeweile ihr Lebenselixier zu stehlen. Als King George erneut das Orakel in Form eines alten Stiefels befragen lässt, rät es, den faulen Hasen Tschipo als Nachtwache einzusetzen. Garnon Wetzl sang nicht nur, sondern spielte den gelangweilten Gespenstern, die nicht einmal das Finale Portugal-Frankreich unterhalten hatte, auch auf seiner Flöte Lieder. Schließlich kommt er mit ihnen ins Geschäft: Sie lassen den Tieren ihr Wasser und er macht für sie künftig zur Unterhaltung Musik. „Tschipo, du bist der Größte“, freut sich King George. Und Zebra Jake alias Patrick Duziak ist glücklich, dass er sich mit seiner angebeteten Priscilla verloben kann. Das Orakel hatte ihm nämlich geraten, sich eine Stunde mit einer Pfanne an den Kopf zu schlagen, leider erfolglos. Mit der fröhlichen Polonaise „Kwela“ verabschiedeten sich alle Tiere von den Zuschauern.

Ein halbes Jahr hatten Chorklassen und Orchester für die Aufführung von „Kwela, kwela!“, was „hinauf“ bedeutet und eine beliebte rhythmische Musikrichtung in Afrika ist, fleißig geprobt. Für die Hauptrollen fanden sich schnell freiwillig Naturtalente, die in etwa zwei Wochen ihren Text beherrschten und immer wieder fragten, ob sie ihre Rolle auch behalten dürften. Zum Gelingen trugen auch die vier Schüler der Technik bei, die sich um Licht, Ton und die Headsets der Schauspieler kümmerten. Die Lehrerinnen Alexandra Strauß und Sophia Maag sprangen in der letzten Woche vor der Aufführung für die erkrankte Andrea Lanzinger ein, die zu Hause mit ihren Schützlingen mitfieberte.
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