Zu Weihnachten auch die Bedürftigen nicht vergessen

Zirkusdirektor Fernando Frank (rechts) und Clown Chico übergaben im Meringer Rathaus an Ingrid Engstle 300 Freikarten für Bedürftige zum kostenlosen Eintritt in den Moskauer Weihnachtszirkus.
Mering: Gemeinde | Moskauer Weihnachtszirkus übergibt in Mering 300, in Friedberg 500 Karten für bedürftige Bürger der Tafeln

Zirkusdirektor Fernando Frank und sein Clown Chico gehören zum Moskauer Weihnachtszirkus, der bereits zum dritten Mal in Augsburg gastiert. Da es in den Gemeinden auch Menschen gibt, die sich keine Eintrittskarten leisten können, aber trotzdem gerne den Zirkus besuchen möchten, ließen sie sich zu Weihnachten, dem „Fest der Liebe“, ein besonderes Geschenk für diese Menschen einfallen.

Sie besuchten am Montagnachmittag Merings ersten Bürgermeister Hans-Dieter Kandler und überreichten ihm für Besucher der Tafel 300 Freikarten. „Am Dienstag werden wir auch nach Friedberg fahren, weil wir den Wunsch von Bürgermeister Roland Eichmann, armen Bürgern in Friedberg Freikarten zur Verfügung zu stellen, erfüllen wollen“, erzählte Fernando Frank. Für Friedberg hält der großzügige Zirkusdirektor, der auch schon in Augsburg Karten ausgab, sogar 500 Karten bereit. Da die Karten, die zu verschiedenen, noch nicht ausverkauften Vorstellungen Eintritt gewähren, genauso aussehen wie die an der Kasse gekauften, ist es eine diskrete Angelegenheit, verriet er. Die beschenkten Kunden der Tafel könnten sich direkt zum Zelteingang begeben. Als Leiterin der Meringer Tafel nahm Ingrid Engstle die 300 Karten entgegen und bedankte sich im Namen ihrer Kunden bereits vorab für dieses außergewöhnliche Weihnachtsgeschenk. Am letzten "Tafeltag" vor den Festtagen werde sie die Karten hauptsächlich an Familien mit Kindern, aber auch an alleinstehende Personen, die Interesse am Zirkus haben, verteilen.

Der Moskauer Weihnachtszirkus, der seit zwanzig Jahren unterwegs ist, gastiert vom 23. Dezember bis zum 8. Januar am Messeparkplatz Augsburg und gibt täglich um 16.00 und 19.30 Uhr Vorstellungen. Das Gelände ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, verfügt aber auch über au-reichend Parkplätze. Pro Vorstellung finden 2000 Besucher Platz in dem gut beheizten Zirkuszelt. Am Heiligen Abend wird es nur um 14 Uhr eine Vorstellung geben. An Neujahr ist Ruhetag, dafür gibt es eine Silvestergala mit Buffet und Feuerwerk, die von 20 bis 24 Uhr dauern wird. Rucksäcke sind in allen Vorstellungen aus Sicherheitsgründen verboten.

80 Personen gehören zum Moskauer Weihnachtszirkus. Die Artisten kommen aus den unterschiedlichsten Ländern wie Rumänien, Ungarn, Tschechien, Russland, Usbekistan, Italien und Deutschland. Aus dem 3000 Kilometer entfernten Usbekistan reisen preisgekrönte Kunstreiter in vier Tagen bis nach Augsburg an und zeigen bei einer Geschwindigkeit von 60 km/h Kunststücke auf ihren Pferden. Der Moskauer Diablo-König tritt auf, auch viele Hochseilnummern und das Todesrad werden die Zuschauer zu sehen bekommen. Ein Orchester sorgt für die musikalische Untermalung der Vorstellungen. Fernando Frank verriet, dass er auch weiße und die selten gewordenen bengalischen Tiger dabei habe. „Während die Tiger in der freien Wildbahn nur eine Lebenserwartung von zwei bis drei Jahren haben, werden sie im Zirkus 6 bis 27 Jahre alt und den Tieren geht es wirklich gut bei uns“, erzählt er. Chico werde das Publikum mit seinen Späßen zum Lachen bringen, was heutzutage gar nicht mehr so leicht sei. Die Stadt Augsburg gefalle dem Zirkus sehr gut und die Truppe plant, auch in den kommenden Jahren mit dem Weihnachtszirkus wieder hier zu gastieren. Viele Besucher vom letzten Jahr hätten bereits vorbeigeschaut, die Artisten willkommen geheißen und einen erneuten Besuch versprochen. Im Foyer vor dem Zirkuszelt gibt es einen kleinen Weihnachtsmarkt mit Punsch, Glühwein und Leckereien.
Weitere Informationen unter www.moskauer-circus.com
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