Ein Jubeltag für den Landkreis Aichach-Friedberg: Das dritte Landkreisgymnasium in Mering wurde eingeweiht

Mehr als 30 Millionen hat das dritte Gymnasium im Landkreis gekostet. Foto: Stöbich
Mering: Mering | Mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür wurde das dritte Gymnasium im Landkreis jetzt offiziell eingeweiht. Der Neubau in Mering hat mehr als 30 Millionen Euro gekostet und wurde mit Beginn des neuen Schuljahres im September bezogen; die benachbarte Mittelschule ist inzwischen abgerissen.
"Ein langgehegter Wunsch ist in Erfüllung gegangen", freute sich Bürgermeister Hans-Dieter Kandler, der zur Feier des Tages eigens seine Amtskette angelegt hatte.
Architekt Wolfgang Obel überraschte die Politprominenz aus dem ganzen Landkreis mit einer teils kabarettistischen, teils philosophischen Rede und betonte, wie wichtig es für die Jugendlichen sei, dass sie sich im neuen Gebäude wohlfühlen. Der lang gezogene Bau an der Ambérieustraße fällt nicht durch eine spektakuläre Außenfassade auf. Doch die vielen Details im Inneren des Gebäudes sind es, die für eine ganz besondere Atmosphäre sorgen.
Für ein angenehmes Raumklima sorgt die Lüftungsanlage und überall in dem lichtdurchfluteten Neubau arbeiteten die Architekten mit natürlichem Licht. Dass aus dem hellen Lichthof, der ebenfalls für Gruppenarbeiten genutzt werden kann, keine Sauna geworden ist, in der man sich im Sommer bei hohen Temperaturen kaum aufhalten kann, liegt auch an einem speziellen Glasdach, das durch das integrierte Streckmetall verschattet werden kann.
„Eine neue Schule zu bauen, ist eine großartige Chance“, sagte Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich. „Mit dem Neubau wurde der Anspruch verwirklicht, dass eine Schule Lern- und Lebensraum zugleich ist. Die hier entstandenen Lernlandschaften schaffen für die jungen Menschen Raum für nachhaltiges Lernen, Persönlichkeitsbildung und ein gutes Miteinander“, so Eisenreich.

Projekte in Kunst und Sport


Er wies dabei auch auf die vielfältigen pädagogischen Angebote des Gymnasiums hin. Diese umfassen neben dem Ganztagsangebot vor allem Projekte im musischen und sportlichen Bereich. Das Gymnasium war zum Schuljahr 2013/14 als Außenstelle des Deutschherren-Gymnasiums Aichach neu gegründet worden. Mit sprachlicher sowie wirtschafts- und sozialwissenschaftlicher Ausrichtung ist es seit dem 1. August 2015 eigenständig.
Der Neubau schafft einen Lern- und Lebensraum für eine zeitgemäße Pädagogik. Das architektonische Konzept sieht beispielsweise so genannte Lernlandschaften für Frei- und Gruppenarbeit vor. Die Aula bietet unterschiedlichste pädagogische Nutzungsmöglichkeiten. Der Freistaat fördert den Bau mit rund 9,5 Millionen Euro. Bis zum Herbst 2017 werden die Außenanlagen und der Mensapavillon fertiggestellt.
Schulleiter Josef Maisch lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Landratsamt, Architekten und Handwerkern. Landrat Klaus Metzger sprach gar von einem "Jubeltag für den Landkreis" und sagte im Hinblick auf die bestehenden Gymnasien in Friedberg und Aichach: "Die Dreiheit ist vollendet!"
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