In der Mädchenschule steckt für viele Meringer Herzblut drin

Die Meringer CSU hat sich in einer Monatsversammlung mit Bürgern über die Planungen im Bereich des Alten Klosters ausgetauscht, von links: Karl-Heinz Brunner, Fraktionsvorsitzender Georg Resch, Ortsvorsitzender Florian A. Mayer, Maria Dietrich und Georg Guggumos. (Foto: Winfried Mayer)
Mering: Papst-Johannes-Haus |

CSU diskutiert mit Bürgern über Planvarianten und denkt über Alternativen bei Erhalt des Gebäudes nach


Mering. Eine eigene Monatsversammlung widmete der CSU Ortsverband Mering im September den Planungen rund ums Alte Kloster, dem Areal um die ehemalige Mädchenschule oberhalb der Volksbühne im Meringer Zentrum. Auf Einladung von CSU-Ortsvorsitzendem Florian A. Mayer brachte CSU-Fraktionssprecher Georg Resch die interessierten Meringer auf den aktuellen Stand. Im Marktgemeinderat hatte das Planungsbüro OPLA vor der Sommerpause eine mögliche Nutzung des Areals von der Volksbühne an der Luitpoldstraße über Marienstraße und Klostergasse bis hin zur Meringerzeller Straße untersucht – allerdings nur Varianten, die einen Abriss der bestehenden Gebäude beinhalteten.

CSU-Ortsvorsitzender Florian A. Mayer und Fraktionssprecher Georg Resch stellten gleich zu Beginn der Veransaltung klar, dass man im Rahmen der Monatsversammlung erstmal über die Planung, die dem Marktgemeinderat vorlegegt wurde (wir berichteten), informieren wolle und die CSU-Fraktion sich dazu noch keine Meinung gebildet habe. „Wichtig ist uns jetzt erstmal, dass wir uns darüber informieren, was man in Mering dazu denkt und welche Nutzungsmöglichkeiten das Areal insgesamt bietet.“ Resch stellte im Rahmen einer kurzen Präsentation alle vorgelegten Varianten vor. Die Diskussionsrunde war hochkaratig besetzt, auch Baufachleute wie die Brüder Max und Klaus Schelle oder Ehrenbürgerin Ellen Kratzer waren zum Informationsabend gekommen, um den Mandatsträgern ihre Position mit auf den Weg zu geben. Auch Renatus Scheglmann, der diesbezüglich die Denkmalbehörde anrief, beteiligte sich an der Debatte.

Kritik an ausschließlicher Abrissplanung

Kritik übte Max Schelle gleich zu Beginn an der Planung. Nicht nur dass der Lippgarten eigentlich keine öffentliche Nutzung zulasse, auch die dort stehenden Gebäude wurden auf den Zeichnungen vertauscht. Aus Schelle´s Sicht ein durchaus markanter Punkt, der das Areal mit einem offenen Lippgarten größer erschienen ließ. Zwiefel kamen bei mehreren Zuhörern ebenfalls auf, ob man in dem schmalen Bereich überhaupt ein vernünftig breites Bürgerzentrum bauen könne. Ebenfalls für einen Erhalt des Alten Klosters setzte sich der Vorsitzende des Heimatvereins, Joachim Pagel ein. Er verwies auf eine Vielzahl an Beispielen, wo es gelungen sei alte Gebäude einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Außerdem sah Pagel die Größenordnung der notwendigen Bebauung im Vergleich zur umliegenden Wohnbebauung kritisch. Nur einige wenige wie Ehrenbürgerin Ellen Kratzer konnten einer vollständigen Neuplanung des Areals etwas abgewinnen, nahezu einstimmig war die Stimmung im Saal für den Erhalt der alten Mädchenschule. Argumente wie „Mering dürfe sein Gesicht nicht gänzlich verlieren“ bzw. die Angst vor einem nicht mehr zu bewältigendem Verkehrsaufkommen bei zu vielen öffentlichen Einrichtungen in einem kleinen Areal wurden dabei vorgebracht.

Neubau eines Bürgerzentrums auf der grünen Wiese möglich – Kloster mit Museum und Traumzimmer

Einen gemeinsamen Vorschlag für einen eventuellen Neubau eines Bürgerzentrums brachten in diesem Zusammenhang der CSU-Orts- und Ehrenvorsitzende Florian A. Mayer und Josef Kennerknecht ins Spiel. Schließlich habe man in Mering durchaus einige interessante und durchaus zentrumsnahe Plätze, die für ein Bürgerzentrum geeigneter erscheinen als das Areal oberhalb der Luipoldstraße. Diese seien aber in Privatbesitz und würden erstmal Gespräche erforderlich machen. Auch für eine mögliche Nutzung des Alten Klosters gab es aus der Runde Vorschläge: Joachim Pagel konnte sich die Unterbringung eines Museums vorstellen, Zweiter Bürgermeister Florian A. Mayer vermisst in Mering ein schmuckes Trauzimmer.

Alternativplanungen bei Erhalt des Alten Klosters gefordert

Nach rund zweistündiger Diskussion und einem klaren Wunsch nach Erhalt der Mädchenschule einigte man sich darauf auf die Untersuchung weiterer Varianten zu pochen, die insbesondere auch Nutzungsmöglichkeiten des Areals bei Erhalt und Sanierung des Alten Klosters beinhalten. Das dringenste, ein Hortneubau, sei nämlich nach einvernehmlicher Meinung sowohl bei Abriss als auch bei Erhalt unproblematisch und sowohl für eine Tiefgarage als auch für ein Bürgerzentrum gibt es nach Ansicht des CSU-Ortsvorsitzendem und Zweiten Bürgermeisters Florian A. Mayer durchaus noch geeignetere Standorte. Deshalb müsse man die Gedankenspiele in die Städtebauförderung einbringen und weitere Bereiche untersuchen, weil hier letztlich Folgewirkungen auch Einfluss auf das Areal um die alte Mädchenschule nehmen würden.
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