Jugend protestiert gegen Betonköpfe in der Verkehrspolitik

Claudia Roth und Toni Hofreiter protestieren mit dem Sprecher des Aktionsbündnis Keine Osttangente gegen eine verfehlte Verkehrspolitik und gegen die Osttangente (Foto: BUND)
Im Inneren des Reichstages wurde der Bundesverkehrswegeplan in Ausbaugesetze gegossen und von den Regierungsfraktionen verabschiedet. Draußen, in der Kälte des Novembers demonstrierte die Jugend des Bund Naturschutz dagegen, dass ihre Zukunft wegebaggert wird. In einer beispiellosen Strassenbauorgie würden damit, nach ihrer Ansicht, Natur und Klima und damit ihre Zukunft aufs Spiel gesetzt. Statt über vernünftige und intelligente Alternativen ernsthaft zu sprechen, würden sich Verkehrsminister Dobrindt, CSU, CDU und SPD hinter eine rückwärtsgewandte und zerstörerische Verkehrspolitik verschanzen und diese gegen jede Vernunft durchs Palarment peitschen. Mit dabei der Sprecher des Aktionsbündnis Keine Osttangente, Wolfhard von Thienen, sowie die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Claudia Roth und der Fraktionssprecher von Bündnis 90/Die Grünen Toni Hofreiter. Die Abgeordneten Valerie Wilms (Grüne) und Sabine Leidig (Die Linke) unterstützten ebenfalls das Anliegen mit ihrer persönlichen Anwesenheit. "Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung durch die Grünen und die Linke. Viele ihrer führenden Vertreter waren bei uns vor Ort und haben sich informiert und unterstützen uns. Besonders enttäuscht hat mich aber", so Wolfhard von Thienen, "dass CSU, CDU und SPD unser Angebot offene Dialogverfahren aufzunehmen die kalte Schulter gezeigt haben. Offenbar hat man aus den Entwicklungen der vergangenen Monate rein gar nichts gelernt. Bürgerbeteiligung sieht nach Ansicht der von uns gewählten Vertreter offenbar so aus, dass sie sagen was gebaut wird und wir dürfen dann sagen obs 10 Meter links oder rechts sein soll." Er befürchtet jetzt das Schlimmste für die Lechregion, nachdem sich die Befürworter der Autobahn durchs Lechtal bei Augsburg vorerst durchgesetzt haben. "Unser Widerstand wird aber erst jetzt richtig los gehen", so von Thienen. Werner Reh, Verkehrsreferent des BUND, machte in einer kurzen Ansprache deutlich, dass der BVWP eine falsche, auf Autos und Straßen fokussierte Verkehrspolitik fortschreibe, statt moderne Mobilitätskonzepte umzusetzen. Damit würden wir die Zukunft unserer Kinder und Enkel auf beispiellose Weise aufs Spiel setzen.
image1.JPG
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.