Meringer Nachhaltigkeitsfest – Zweiter Meringer ZukunftsMarkt verzeichnet starken Zulauf

Die Veranstalter des Meringer Nachhaltigkeitsfest durften sich über starken Zulauf freuen.

Das Thema Nachhaltigkeit bewegt die Menschen in Mering. Anders kann man es nicht sagen, denn mehr als 2000 Besucher informierten sich am Wochenende beim ZukunftsMarkt im Lippgarten in Mering über die Möglichkeiten, wie sie ihr Leben so gestalten können, dass auch noch genug für die nachfolgenden Generationen und für die anderen Lebewesen auf unserem Planeten übrig bleibt.

„Erst hört man davon, dann denkt man drüber nach und dann handelt man“ beschrieb Rudi Kaiserswerth, einer der Organisatoren des Festes seinen eigenen Lernprozess und forderte die Gäste auf, sich über die vielfältigen Möglichkeiten nachhaltig zu leben zu informieren.

Thema "Mobilität" bei ZukunftsMarkt heiß diskutiert

Heuer wurde das Fest unter die fünf Themenschwerpunkte „Anders leben“, „Mobilität“, „Müll und Plastik“, „Konsum“ und „Artenvielfalt“ gestellt. Zu jedem Thema gab es eine ausführliche Informationstafel, anhand derer sich die Besucher einen Überblick verschaffen konnten und auch gleich Tipps bekamen, was sie selbst tun können. Diese Tafeln fanden reges Interesse und boten Anlass zu vielen Fragen und Diskussionen. Teilweise recht hitzig ging es dabei am Stand zum Thema "Mobilität" zu. Hier musste sich Merings Bürgermeister Hans-Dieter Kandler heftige Kritik an seiner Unterstützung der geplanten Osttangente anhören.

Lokale Anbieter nachhaltiger Produkte informieren an ihren Ständen

So bietet die rollende Gemüsekiste biologisch erzeugte Nahrungsmittel frei Haus an oder man kann sich an der solidarischen Landwirtschaft aus Blumenthal (SoLaWi) beteiligen, die überall im Landkreis Verteilstationen für selbst angebautes Obst und Gemüse eingerichtet hat. Der Biohof Ludwig Asam aus Kissing bot leckere biologisch produzierte Erdbeeren an, die man heuer auch zum ersten Mal auf einem Feld bei Kissing selbst pflücken kann.

Meringer Imkerverein freute sich über die kleinen Gäste des Nachhaltigkeitsfest

Großen Anklang, besonders bei den Kindern, fand der Stand des Meringer Imkervereins. Sie konnten „live“ in das Gewusel eines Bienenvolkes hineinschauen und die Imker erklärten geduldig, woran man die Königin erkennen kann. Dazu passte dann auch der Nachbarstand zum Thema „Artenvielfalt“, an dem darüber informiert wurde, dass es nicht nur ein Bienensterben gibt, sondern die Menschheit gerade im Begriff ist, viele Tier- und Pflanzenarten auszulöschen und der Bestand an Insekten bei uns bereits um 80% und der der Vögel um mehr als 50% angenommen hat. Durch Verzicht auf Chemie im Garten und durch das Zulassen von Wildheit anstelle geordneter Beete kann man selbst einen kleinen Beitrag zu mehr Artenschutz leisten.

Bund Naturschutz mit symbolischer Aktion für Nachhaltigkeit

Der Bund Naturschutz machte an seinem Stand auf die Problematik des Plastikmülls aufmerksam. Kinder konnten einen symbolischen Beitrag zur Reduzierung des Plastikmülls leisten und mit einer Angel nach Plastikteilen fischen.

Thesenpapiere im Rahmen des Nachhaltigkeitsfest vorgestellt

Moderiert von Werner Bader wurden auf der zentralen Bühne viele interessante Impulsvorträge angeboten. So berichtete Ernst Haile vom Forum Zukunft. Dieses fand kürzlich in Blumenthal statt und es wurden acht Thesenpapiere entwickelt, wie der Landkreis sich nachhaltig entwickeln kann. Die Blumenthaler Thesen wurden mit großem Interesse von der Lokalpolitik aufgenommen und im Sitzungssaal des Landratsamtes ausgestellt. „Wir als Zivilgesellschaft müssen der Politik sagen, wo es langgehen soll und sie auch ein Stück vor uns hertreiben, damit sie sich aus ihren Handlungszwängen befreit und zukunftsfähige Lösungen annimmt“ formulierte es der Kreisvorsitzende des Bund Naturschutz in seiner Ansprache und betonte die enge Zusammenarbeit zwischen dem Blumenthaler Forum Zukunft und dem Meringer ZukunftsMarkt.

Akustische Unterstützung zahlreicher Gruppen

Für musikalische Unterhaltung sorgte ein vielfältiges Musikprogramm mit irischen und syrischen Liedern von Patricia Fleig und Aras Mustafa, der Jazzband Last Contact mit Annemarie Wurm als Sängerin, dem Meringer Stadtmusikanten und der schwungvollen Trommlertruppe Pica Pau.

Für das leibliche Wohl sorgte das engagierte Team um Anita und Hans Schneider und Jörg und Barbara Häberle an der reichlich mit Kuchenspenden versorgten Kuchentheke und das Team vom Meringer Naturkostladen Natufit. Das Meringer Nachhaltigkeitsteam um Michael Dudella von der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und Rudi Kaiserswerth von Bündnis 90/Die Grünen erhielt sehr viel spontanes Lob von den Besuchern und versprach, dass das Fest auch in den nächsten Jahren wieder stattfinden wird. Sie bedankten sich herzlich bei den zahlreichen Helfern und dem Meringer Nachhaltigkeitsteam. Als nächster Schritt wird im Herbst die erfolgreiche Serie Meringer ZukunftsKino fortgesetzt.

Weitere Informationen erfolgen auf der Homepage des Nachhaltigkeitsteams www.mering.info.
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