Presseerklärung Aktionsbündnis Keine Osttangente

Presseerklärung zur geplanten Osttangente des Aktionbündnisses Keine Osttatngente

Das Bundesverkehrsministerium hat heute bekanntgegeben, dass die Osttangente als vierspurige, autobahnähnliche Bundesstraße in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wurde. Damit ist beschlossen, dass diese Straße bis zum Jahr 2030 durch unsere Region in ganzer Länge gebaut werden soll. Alle Beschwichtigungsversuche der lokalen Politiker von CSU und SPD, es werde nur eine kleine Lösung in Form einer Entlastungsstraße kommen, haben sich damit als Trugschluß erwiesen. Insbesondere zeigt sich, dass es in Berlin niemanden interessiert, wenn die Politiker vor Ort im Kreistag eine kleine Lösung bzw. eine „Entlastungsstraße“ beschließen. Es ist jetzt klar, dass Berlin eine vierspurige Bundesstraße analog zur B17 durch unsere Region bauen will. Damit soll ganz offensichtlich eine neue, leistungsfähige Achse weiteres Wachstum in den ohnehin überlasteten Ballungsraum München/Augsburg bringen und den überregionalen Verkehr durch unsere Region leiten. Wir werden daher in den nächsten Jahren erleben, dass eine Autobahn durch unsere Heimat gebaut wird, die massiv überregionalen Verkehr anziehen wird. Links und rechts davon werden Gewerbe- und Industriegebiete entstehen. Von der Heimat, wie wir sie jetzt kennen, wird dann nicht mehr viel übrig sein. Die lokalen Politiker von CSU und SPD, die sich für die kleine Lösung bzw. „Entlastungsstraße“ eingesetzt haben, müssen damit leben, dass sie dieser Entwicklung Vorschub geleistet haben indem sie sich nicht klar gegen die Osttangente ausgesprochen haben. Es ist und war blauäugig zu glauben, man könne die Entwicklung zur Autobahn verhindern, indem man Teilabschnitte befürwortet und gleichzeitig die Osttangente ablehnt. Die Quittung haben sie jetzt und müssen das ihren Wählern erklären. Sie können sich allerdings auch jetzt noch dem Protest der Mehrheit der Bevölkerung anschließen und sich deutlich gegen die Osttangente, so wie sie jetzt im Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes steht, aussprechen, indem sie uns öffentlich unterstützen und sich im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung gegen die Osttangente aussprechen.
Wir bitten jetzt alle Bürgerinnen und Bürger darum, uns zu unterstützen, damit die Osttangente verhindert wird. Bis zum 2. Mai läuft die Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung. In dieser Phase kann jeder Einspruch gegen den Bundesverkehrswegeplan schriftlich oder per Internet einlegen. Nur wenn dies viele Bürgerinnen und Bürger tun, werden wir auch in Berlin gehört werden. Auf unserer Homepage www.keine-osttangente.de erklären wir, wie das geht. Dort werden auch weiterführende Informationen und Musterbriefe abrufbar sein. Wir werden zusätzlich in allen Ortschaften Informationsveranstaltungen abhalten und am 12. April 2016 eine zentrale Informationsveranstaltung in Mering veranstalten (Papst-Johannes-Haus, 20 Uhr).
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