#redmit Bürgerdialog der SPD Mering: Vision2025 bewegt die Menschen

Mering: Mering |

Bis auf den letzten Platz belegt war die AWO Begegnungsstätte als die SPD Mering zum #redmit Bürgerdialog eingeladen hatte. Thema des Bürgerdialogs war die “Vision2025”; also die geplante Gestaltung des Areals im Umkreis des Papst-Johannes-Hauses und des Meringer Rathauses.

Wie berichtet, soll auf dem Grundstück in Kooperation zwischen Gemeinde und Kirche ein neues Bürgerzentrum entstehen. “Der Bürgerdialog soll dazu dienen, Ideen, Anregungen aber auch Kritikpunkte der Meringer Bürger aufzunehmen,” begrüßte Andreas Widmann, Marktgemeinderat und stv. Vorsitzender der SPD Mering, die anwesenden Gäste und stellte die Vision2025 detailliert vor. Ausführlich werden die Zusammenhänge zwischen Städtebauförderung, Handlungsfeldern im Ortszentrum und im Umfeld der Kirche und Rathaus sowie die Zusammenarbeit von Gemeinde und Kirche erläutert. In der anschließenden lebhaften Diskussion brachten die Gäste eigene Standpunkte ein und stellten konkrete Fragen zum Projekt. Hierfür standen Bürgermeister Kandler und Marktgemeinderat Markus David Rede und Antwort.

Tiefgarage, Verkehrsplanung und Fördergelder

Beispielsweise erläuterte Bürgermeister Kandler, warum die Planungskosten für die Verkehrsberuhigung nun zunächst in die Planung für das Bürgerzentrum umgeleitet wurde: “Eine Tiefgarage im Ortszentrum würde unweigerlich zu geänderten Verkehrsströmen führen. Jetzt Geld für eine Verkehrsplanung im Ortszentrum in die Hand zu nehmen wäre dann unnötig vergeudete Steuergelder. Das ist mit der Regierung von Schwaben abgestimmt und genehmigt”. Auch wies Kandler darauf hin, dass Städtebauförderung als ein langfristiges Projekt -unter Umständen über mehrere Jahrzehnte- angelegt sei. Somit würden auch Fördergelder nicht verloren gehen, wenn Maßnahmen angemeldet werden. Markus David ergänzte, dass “eine Tiefgarage auch ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten in der Münchner Straße zulassen, wenn dort nicht mehr alle Stellplätze benötigt würden”. Diese seien z. B. breitere Gehwege und eine Entschärfung des Begegnungsverkehrs.

Rathaus und Bürgerzentrum

Auf breites Interesse stießen die Punkte Tiefgarage und Rathaus. Hier wurden verschiedene Vorschläge eingebracht: beispielsweise die Platzierung des Rathauses oder die Möglichkeit, in einem neuen Rathaus auch Räume an Praxen oder ähnliches zu vermieten. Ebenso wurde vorgeschlagen, verschiedene Möglichkeiten und Orte für die Tiefgarage zu prüfen.

Ebenso lebhaft wurde die Raumplanung für das neue Bürgerzentrum diskutiert und wie man sich die Aufteilung zwischen Gemeinde und Kirche vorstelle. “Dieser Aspekt muss im Kuratorium noch diskutiert und hernach rechtlich geprüft werden,” erklärte Marktgemeinderat Markus David. Der Bürgermeister fügte hinzu, dass “ein Rathaus auf alle Fälle im Besitz einer Gemeinde sein soll. Eine Anmietung oder Erbpacht ist nicht empfehlenswert”.

Bürger sollen entscheiden

Auch heikle Themen, wie die Kosten und Finanzierung wurden nicht ausgeklammert. “Wir rechnen mit Kosten von 12 bis 15 Millionen Euro für das Bürgerzentrum einschl. Tiefgarage und Rathaus,” führt Markus David aus. Die Finanzierung steht oder fällt mit der Höhe der möglichen Zuschüsse oder Förderungen, z. B. aus der Städtebauförderung. “Gerade deswegen habe ich von Anfang an gesagt, dass die Bürger in einem Bürgerentscheid darüber abstimmen müssen, ob sie das Projekt realisieren wollen oder nicht. Alle Fakten, auch die Kosten für die Bürger, gehören auf den Tisch.” Wie denn die Fakten den Bürgern zugänglich gemacht werden, wollte eine Zuhörerin wissen und machte gleich den Vorschlag, auf der Internetseite von Mering eine Seite “Vision2025” einzurichten und hier alle Ergebnisse zusammenzutragen und zu veröffentlichen. Bürgermeister Kandler versprach, sich dafür in der nächsten Kuratoriumssitzung einzusetzen.

Abschließend lud der Vorsitzende der Meringer SPD, Markus David, die Anwesenden noch ein, weiterhin Vorschläge, Ideen und Standpunkte auch online einzubringen. Auf der Internetseite der SPD Mering kann man unter www.spd-mering.de dem Vorstand entsprechende Nachrichten übermitteln. Natürlich stehen die Marktgemeinderäte der SPD-Fraktion sowie die Vorstände und Bürgermeister Kandler auch persönlich für Fragen zur Verfügung.
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