Wittelsbacher Land als Vorbild in der Flüchtlingskrise

CSU-Ortsvorsitzender und Zweiter Bürgermeister Florian A. Mayer dankte Landrat Klaus Metzger für seine vorausschauende politische Arbeit mit einem bayerischen "Danke" und einer Flasche Rotwein aus Merings französischer Partnerstadt.
 
CSU-Ortsvorsitzender und Zweiter Bürgermeister Florian A. Mayer dankte Landrat Klaus Metzger für seine vorausschauende politische Arbeit mit einem bayerischen "Danke" und einer Flasche Rotwein aus Merings französischer Partnerstadt.
Mering: Vereinsheim Wasserhaus | Aschermittwoch: Landrat Metzger spricht in Mering über Zukunftsthemen

Mering. Mit einer Schweigeminute begann der diesjährige politischen Aschermittwoch der CSU Mering. Ortsvorsitzender Florian A. Mayer erinnerte an die Opfer des Zugunglücks in Bad Aibling. Anstatt eines politischen Schlagabtausch in diesem Jahr zog es die CSU bei ihren Landkreisweiten Veranstaltungen vor sachlich zu informieren.

Zweiter Bürgermeister Florian A. Mayer lobte in seiner Einführung die hervorragende Arbeit von Landrat Dr. Klaus Metzger und seinem Team bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise. Durch die vorausschauende und engagierte Politik im Landkreis habe es Metzger geschafft sich sowohl in ganz besonderem Maße um die Flüchtlinge zu kümmern, gleichzeitig habe er bei allem Handeln aber mindestens genauso die Menschen hier vor Ort im Blick. Dies zeigte sich durch die vielen arbeitsintensiven, aber kleinen und dezentralen Unterkünfte sowie durch eine geringstmögliche Beeinträchtigung der Schul- und Freizeitsports. Mayer bedankte sich beim Landrat mit einem bunten und bayerischen, symbolträchtigen "Danke" in Anlehnung an die Meringer Aktionsgemeinschaft "Mering ist bunt".

Gleichzeitig kritisierte Mayer aber auch die Arbeit der Bundesregierung. "Die Menschen wollen Antworten auf drängende Fragen und keinen Streit ohne Ergebnisse." Problematisch sieht der Zweite Bürgermeister vor allem die fehlende Registratur und die mangelnde Ausstattung bei der Polizei. Ein Problem sei auch die unzureichende finanzielle Unterstützung der Landkreise und der Kommunen, die vor Ort die Hauptlasten tragen. Es könne nicht sein, dass diejenigen die vor Ort die Arbeit machen, am Ende auch die finanziellen Hauptlasten tragen müssen, so Mayer. Dadurch entstehenden Probleme, die letztlich auch verantwortlich sind für die aufkommenden rechten Gruppen und Trittbrettfahrer. So weitreichende Entscheidungen sollten zumindest durch Einbindung der gewählten Volksvertreter getroffen werden. Als großes Problem stelle sich derzeit vor allem die Schaffung von ausreichend Wohnraum heraus. Deutschland dürfte sich in der Europa nicht politisch isolieren und gleichzeitig von Ländern wie der Türkei oder Griechenland abhängig machen.

Der Landrat griff den Dank in seiner Rede auf und gab ihn an die vielen Ehrenamtlichen vor Ort zurück. Als eines der größten Probleme nannte er ebenfalls die Schaffung von Wohnraum für die anerkannten Asylbewerber, für welche künftig die Gemeinden zuständig seien. Allerdings fehle es hier an Flächen und geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten, weshalb der Landkreis gerade an einem Notfallplan arbeite. So gebe es Flüchtlinge, die auf einmal verschwinden in der Hoffnung ihr Glück in einer der Großstädte zu finden, am Ende allerdings wieder in den Landkreis zurückkehren, weil es auch in den Ballungszentren nicht ausreichend Wohnraum gibt.

Metzger sprach auch zwei Zukunftsprojekte des Landkreises an: nach Abschluss der Baumaßnahmen am Aichacher Krankenhaus werde man in einigen Jahren ein ähnliches Projekt am Standort Friedberg zu stemmen haben. Der Landkreis wolle an den beiden Standorten der Kliniken an der Paar langfristig festhalten und mit einem neuen Zweig Gesundheit an den Fachoberschulen auch selbst Fachkräfte ausbilden.

Als weiteres Zukunftsprojekt nannte er die Mobilität. Hier seien es jedoch nicht alleine Straßen wichtig, sondern auch alternative Verkehrsmittel wie der AVV, für welche der Landkreis viel Geld in die Hand nehmen würde. In Sachen Bundesverkehrswegeplan lobte er das Engagement Meringer für eine sinnvolle, reduzierte, zweispurige Variante. Auch warb er nochmals für eine Landesausstellung im Landkreis, durch welche man sich auch einen Schub in Sachen Vermarktung regionaler Produkte erhoffe.
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