SV Mering vs. HSV Handball: 56 Tore und ein Heiratsantrag

Spitzenhandball in Mering: Der Hamburger SV Handball schenkte dem SV Mering 45 Tore ein. Doch immerhin: Auch der SV traf zweistellig ins Netz des Champions League-Siegers von 2013. Foto: Martin Augsburger

Der SV Mering feiert 90. Geburtstag. Nächster namhafter Gast nach dem FC Augsburg: die Handballer des Hamburger SV. Ein Tag mit 56 Toren, zahllosen Erinnerungsfotos und einem Heiratsantrag in der Halle.

1925 wurde der SV Mering gegründet und feiert in diesem Jahr das 90-jährige Jubiläum. Anlässlich dazu wurde bereits am 27. Juni mit allen sechs Abteilungen gefeiert. Anfang Juli durfte sich die Meringer Fußballabteilung gegen den Europa-League-Teilnehmer FC Augsburg messen. Vor 3500 Zuschauern gelang Mering der Führungstreffer, am Ende gewann der FCA standesgemäß mit 8:1.

Am Wochenende gab es einen weiteren Höhepunkt in den Eduard-Ettensberger-Halle: Der Bundesligist und Champions League-Sieger von 2013, der Handball Sport Verein Hamburg, kam für ein Testspiel nach Mering. Rund 600 Besucher ließen sich die Chance nicht entgehen, die Profis von der Elbe rund um Pascal Hens und Jogi Bitter hautnah zu erleben.

Bevor die Mannschaften auf dem Parkett aktiv wurden, versammelten sich die Hamburger im Zelt vor der Halle. Hier zeigten sich die Profis volksnah, schrieben zahlreiche Autogramme und machten Erinnerungsfotos mit den Fans. Sichtlich zufrieden zeigten sich Besucher, die wohl selten ihren Idolen so nah kommen können. Zuvor bereits gab es eine Testpartie zwischen der Damenmannschaft vom TSV Haunstetten, die in der Zweiten Bundesliga spielt, und dem Drittligisten HCD Gröbenzell zu bestaunen. Haunstetten besiegte dabei den HCD mit 35:25.

Das erste Meringer Tor lässt die Halle beben

Um 18 Uhr war es dann soweit. Die Halle war voll bis auf den letzten Platz. Der Organisator des Events Stephan Seybold zeigte sich bereits vor dem Spiel zufrieden: „Vielen Dank an das Orga-Team. Es ist super, wie alles abgelaufen ist.“ Auch der Bürgermeister von Mering Hans-Dieter-Kandler und Präsident vom Sportverein Georg Resch begrüßten die Zuschauer.

Nachdem die Crazy Dancers eine Tanzeinlage zeigten und die beiden Mannschaften sich zu einem Gruppenbild versammelten, ging die Partie los. Erwartungsgemäß führten die Hamburger früh mit 2:0. Doch nach zwei Minuten jubelte die Halle lautstark. Thomas Reisner erzielte den ersten Treffer für den Aufsteiger in die Bezirksoberliga. Es war ein deutlicher Unterschied zwischen den Mannschaften zu erkennen, dennoch gab sich das Heimteam nicht geschlagen. Mit 21:9 ging die erste Halbzeit an die Norddeutschen. In der Kabine gab HSV-Trainer Michael Giebler wohl deutliche Anweisungen an seine Schützlinge. Doch Hamburg drehte im zweiten Spielabschnitt nochmal auf und besiegte Mering mit 45:11.

Ein Heiratsantrag in der Halle

Trotz der hohen Niederlage waren die Meringer zufrieden: „Wir hatten das Ziel, über zehn Tore zu erzielen und unter 40 Gegentreffern zu bleiben. Zumindest haben wir das erste erreicht“, freute sich Trainer René Schnitzlein. „Im ersten Abschnitt waren gute spielerische Ansätze zu erkennen, in der zweiten Hälfte wurden die Spieler allerdings durch die Euphorie ein wenig übermütig“, stellte der Trainer fest.

Für einen erfreulichen Abschluss sorgte der Spieler mit der Rückennummer Sieben beim SV Mering. Alexander Graf schnappte sich das Mikrofon, ging auf die Knie und machte seiner Freundin Katharina Mack einen Heiratsantrag. Nach ihrem „Ja“ freute sich die ganze Halle und zeigte dies mit tosendem Applaus.
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