Einweihung des neuen Logistikzentrums der Spedition & Logistik bauer GmbH

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Merkendorf: Spedition & Logistik bauer GmbH | Merkendorf. Fast auf den Tag genau ein Jahr nach erfolgtem Spatenstich, fand am vergangenen Freitag die offizielle Einweihung, mit großer Party am Samstag, des neuen Logistikzentrums in Merkendorf, im Energiepark 30, statt. Bis zuletzt hatten die am Bau beteiligten Betriebe noch alles daran gesetzt, dass alles fertig wird: Mit einem  Investitionsvolumen von rund einer Million Euro sind auf einer Fläche von 4 000 Quadratmetern eine 500 Quadratmeter große Lagerhalle, Stellplätze für die 16 firmeneigenen LKWs sowie 200 Quadratmeter umfassende Büroräume entstanden. Erweiterung nicht ausgeschlossen – kann das erworbene Gelände noch durch weitere Gewerbeflächen ausgedehnt werden. Eine Investition, die natürlich auch in die Zukunft zielt: Neben Ehefrau Sabine ist auch Sohn Kai bereits in der Geschäftsführung tätig und steht als „der geborene Nachfolger“, so Alexander Bauer, seiner Eltern bereit.

Willkommen in der Energiepark-Familie

Auch wenn Alexander Bauer als Mieter schon viele Jahre zur Energiepark-Familie gehöre, hieß Merkendorfs Bürgermeister Dipl.-Kfm. univ. Hans Popp den Unternehmer nun „richtig“ willkommen. Es hatte ja mehrere Jahre gedauert, bis der Idee, einen eigenen Firmensitz zu bauen, dann auch Taten folgten. Als es dann fast soweit war, kam die Übernahme der Spedition Kraft dazwischen. Und da Alexander Bauer so einen Schritt nur mit einer „bezahlbaren und vernünftigen Kalkulation“ unternimmt, hat es eben noch ein bisschen länger bis zum ersten Spatenstich gedauert. Umso mehr freute sich Hans Popp, die Spedition Bauer nicht nur mit ihrem Standort hier vor Ort zu haben, sondern mittlerweile auch als verlässlichen Geschäftspartner für viele der hier angesiedelten Unternehmen. Abschließend wünschte er dem Familienbetrieb bei all dem Fleiß weiterhin viel Freude und Erfolg.

Gemeinsam begonnen, gemeinsam abschließen

„Wir standen an einer Baustraße“, auch Landrat Dr. Jürgen Ludwig freute sich, dass Ideen wie der Neubau des Logistikzentrums noch verwirklicht werden und er heute, bei der offiziellen Einweihung wieder dabei sein darf. Mit stolz kann der Landkreis jedes Jahr aufs Neue von einem neuen Höchststand an Beschäftigung sprechen. Was seiner Meinung nach ein Verdienst der Unternehmen vor Ort ist, die durch ihren Blick nach vorne und ihren Mut auch neue Arbeitsplätze schaffen. Gute Perspektiven, die auch in Zusammenarbeit mit Bürgermeister Popp über viele Jahre gefördert worden sind. Beispielsweise sei hier der geplante Anschluss der B13 genannt.
Auch der ausführende Architekt und Projektverantwortliche Patrick Bosch schloss sich den guten Wünschen an und bedankte sich gleichzeitig mit der Überreichung des offiziellen „Schlüssels“ für die sehr gute Zusammenarbeit.

Vom Ein-Mann-Betrieb zum Full-Service-Partner

Über 20 Jahre hat der geschäftsführende Gesellschafter Alexander Bauer in den Aufbau und die Weiterentwicklung des Unternehmens gesteckt und war schwerpunktmäßig im Bereich Solartechnik unterwegs. Die wachsende Nachfrage aus zusätzlichen Branchen, wie der Automobilindustrie, machte jedoch im Jahr 2015 eine Erweiterung der Firmenkapazitäten notwendig, was zur Übernahme der alteingesessenen Spedition Johann Kraft aus Gunzenhausen führte. Heute bietet das mittelständische Familienunternehmen seinen Kunden an zwei Standorten – Merkendorf und Gunzenhausen – noch mehr flexiblen Spielraum und seinen rund 40 Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz.
Bereits vor zehn Jahren zog die Spedition nach Merkendorf, seit 2010 ist der Firmensitz im Energiepark. Mehrere Gründe bewogen Alexander Bauer, seinem Unternehmen hier auch einen eigenen Sitz zu geben: eine zentrale Lage, umfangreiche Lagerkapazitäten, eine hervorragende Infrastruktur, eine nahe Autobahnanbindung und nicht zuletzt die Anbindung an die B13, welche nach ihrer Auslagerung direkt am Unternehmen vorbei führen wird.

Vorzeigeobjekt mit vielen Highlights

Was im ersten Moment von vorne eher klein wirkt, zeigt erst bei näherem Betrachten seine wahre Größe – sowohl außen als auch innen. Mit viel Herzblut ist hier alles bis ins kleinste Detail durchdacht und geplant. Ein Muss, denn das Unternehmen hat sich 2014 zertifizieren lassen. Wie aber die strengen Sicherheitsauflagen auf der einen Seite mit einem harmonischen Raumgefühl für die Mitarbeiter vereinen? Der findige Unternehmer hat das raffiniert mit viel Glas gelöst – was mehrere Vorteile in sich vereint: Zum einen sind die Räume alle sehr hell, zum anderen bekommt jeder Mitarbeiter alle Vorgänge außerhalb der Schaltzentrale mit, welche sich Disposition und Buchhaltung zwar teilen, aber auch mit einer Schiebetür separieren können. Und wer hier hinein möchte, benötigt einen persönlichen Zugangscode.

Sicherheit geht vor

Auch wenn das Rolltor während der Geschäftszeiten permanent geöffnet ist, werden alle Vorgänge auf dem Betriebsgelände aufgezeichnet, sind aus der Schaltzentrale zu beobachten und werden vier Wochen gesichert. Kommt ein Fahrer erst nach Ende der regulären Betriebszeit, kann er das Tor durch eine App öffnen und seine kostbare Ladung auf dem mit Alarmanlage überwachten Gelände abstellen. Gleichzeitig wird seine Ankunft registriert.

Reiner Umschlagpunkt

An der neuen Multi-Laderampe können sowohl extralange Jumbo-Lastwagen wie auch normale LKWs beladen werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, direkt in der 500 Quadratmeter großen Lagerhalle zu laden. Scheint diese Fläche zunächst gering, liegt das daran, dass hier tatsächlich kaum gelagert wird. Hierfür stehen in unmittelbarer räumlicher Nähe, bis zu 4000 Quadratmeter reine Lagerfläche zur Verfügung.

Fast völlig autark

Besonders stolz ist Alexander Bauer auf sein Stromkonzept. Mit der 30 kW-Photovoltaik-Anlage kann er den eigenen Bedarf bis zu 80 Prozent decken – und sogar den Firmenwagen (schnell-)laden, welcher mit einer Reichweite von 170 Kilometer zu Lagerfahrten eingesetzt wird. Eine Wärmepumpe sorgt für die richtige Raumtemperatur. Die perfekte Isolierung und die „Passivbauweise“ tun ihr Übriges, um die Nebenkosten so gering wie möglich zu
halten.

Fast wäre noch etwas dazwischengekommen

Herzlichen Dank sprach Alexander Bauer abschließend noch seiner Familie und seinen Mitarbeitern aus, ohne deren Rückendeckung das Projekt nicht realisierbar gewesen wäre. Selbst den Umzug hatten sie eigenhändig gestemmt – „kommt man so doch auch einmal wieder zum Ausmisten“, so Anja Völkel. Hatte noch kurz vor dem geplanten Umzug noch der Golden Eye-Virus zugeschlagen – dank dreifacher Absicherung war das System schnell wieder sauber – war der Start am Montagmorgen dann noch aus einem anderen Grund sehr spannend: Die Telekom konnte die Leitungen erst drei Wochen später freischalten. Ein Glück, dass der Unternehmer findige Vermieter hat: Und so sorgte bis dahin ein 100 Meter langes Kabel aus dem ehemaligen Büro für einen nahtlosen Übergang und reibungslosen Betrieb. (jf)
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