Seniorengerechtes Wohnen geplant

Das neue Betreute Wohnen an der Hilaria-Lechner-Straße in Mertingen erhält einen L-förmigen Baukörper mit 19 seniorengerechten Wohnungen. Illustration: Zimmermann und Keller Architekten

In der Vergangenheit hat die Gemeinde Mertingen bei der Ortsentwicklung für die ältere Genration die Möglichkeit der sozialen Betreuung und Dauerpflege veranlasst. So entstand 2010 im Ortskern, schräg gegenüber der Kirche, ein Seniorenheim der Arbeiterwohlfahrt (AWO) am Friedrich-Bauer-Weg. Jetzt will der AWO-Bezirksverband Schwaben dort expandieren. In unmittelbarer Nachbarschaft soll an der Hilaria-Lechner-Straße eine seniorengerechte Wohnanlage mit 19 Einheiten in unterschiedlichen Größen entstehen.

Das geplante Gebäude soll alten Bewohnern einen aktiven Lebensabschnitt verwirklichen, bei dem nicht das Betreuungsdenken, sondern die Unabhängigkeit der darin lebenden Menschen dominiert. Die zentrale Aufgabe ist es, den Bewohnern ein weitgehend selbstständiges Leben zu ermöglichen und ideale Voraussetzungen zu bieten, um die „goldenen Jahr“ entspannt zu genießen.
Demzufolge stelle das geplante Projekt kein Betreutes Wohnen dar, so die Donauwörther Architektengesellschaft Zimmermann und Keller zu unserer Zeitung. Vielmehr handele es sich um eine „seniorengerechte Wohnanlage“.
Das Gebäude ist in L-Form konzipiert. Es entsteht im rückwärtigen Teil des Grundstücks. Die Erschließung erfolgt über einen offenen Laubengang und einem Aufzug.
Jede Wohnung ist altersgerecht komfortabel, barrierefrei und mit einem Notrufsystem ausgestattet. Letzteres garantiert bei Bedarf eine schnelle Hilfe.
Die Wohngrößen variieren von 50 bis 75 Quadratmeter - eine Dimension, die die Räumlichkeiten weder beengend klein noch zu weitläufig machen.

Bereits 62 Pflegeplätze vorhanden

Die Arbeiterwohlfahrt hat mit dem bereits bestehenden Seniorenheim gute Erfahrungen gemacht. Für pflegebedürftige und teils rüstige Bewohner stehen hier insgesamt 62 Pflegeplätze zur Verfügung. Das Haus bietet 54 Einzelzimmer und vier Doppelzimmer. Die Räume befinden sich im Erdgeschoss und im ersten Stock.
Das zweigeschossige Gebäude am Friedrich-Bauer-Weg ist gegliedert in zwei ostwestausgerichtete Flügelbauten, die über einen zentralen Aufenthaltsbereich miteinander verbunden sind. Im vorgelagerten Kopfbau, über den das Gebäude betreten wird, befinden sich das Foyer, die Cafeteria und die Heimverwaltung.

Weiteres Standbein

Die neu geplante seniorengerechte Wohnanlage solle ein weiteres Standbein für ein bedürfnisgerechtes Wohnen im Alter darstellen, erklärt Werner Franke vom AWO-Bezirksverband Schwaben der StadtZeitung. Der Grundstückskauf sei zwischenzeitlich durchgeführt worden.
Das Gebäude soll als sogenanntes „KfW Effizienzhaus 55“ entstehen. Das heißt: Es benötigt 45 Prozent weniger Primärenergie im Jahr als ein vergleichbarer Neubau.
Der Baubeginn für das neue Projekt sei für Ende April, Anfang Mai anvisiert, so Franke weiter. Wenn alles nach Plan läuft, ist das Gebäude Mitte 2017 fertiggestellt. (spr)
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