Zehentplatz wird neu gestaltet

Der Mertinger Zehentplatz soll wieder zu einem lebendigen und attraktiven Mittelpunkt der Gemeinde entwickelt werden. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Mertingen lobt einen Realisierungswettbewerb mit Ideenteil aus. Er beinhaltet die Planung von Frei- und Verkehrsanlagen sowie Konzeptentwicklungen.

Die Gemeinde Mertingen ist weiter auf Erfolgskurs. Jetzt hat die Kommune einen Realisierungswettbewerb mit Ideenteil für die Umgestaltung des Zehentplatzes mit Umfeld ausgeschrieben.

Der Gemeinde liegt vor allem die Aktivierung der Ortsmitte am Herzen. Das traditionelle Familienunternehmen Zott will nach dem Abbruch des alten Produktionsgebäudes am Zehentplatz an gleicher Stelle ihre Verwaltungszentrale errichten. In diesem Zusammenhang strebt die Kommune die Neugestaltung dieses Bereichs an. Die Unternehmensgruppe Zott gehört mit einem geschätzten konsolidierten Netto-Konzernumsatz von knapp einer Milliarde Euro, einer geschätzten Milchverarbeitung von 962 Millionen Kilogramm und rund 2200 Mitarbeitern im vergangenen Jahr mit zu den führenden Molkereien Europas.

Gegenstand des Realisierungsteils des Wettbewerbs ist die Planung von Frei- und Verkehrsanlagen zur Neugestaltung. Der Ideenteil beinhaltet die Entwicklung von Konzepten zur Gestaltung der einmündenden Straßenräume. Ziel sei eine Gestaltung des Zehentplatzes, die vielfältige Nutzungen zulässt, so das mit der Verfahrensbetreuung und der Vorprüfung beauftragte Würzburger Architekten- und Stadtplaner-Büro Schirmer. Die Aufenthaltsqualität solle gesteigert und die Einbindung in den öffentlichen Raum verbessert werden. "Darüber hinaus soll der Platz für Feste und Märkte nutzbar sein und auch temporäre Aufbauten aufnehmen können", ergänzt Bürgermeister Albert Lohner. Dabei sei auch zu bedenken, dass über den Platz auch zukünftig wichtige Straßen- und Wegeverbindungen führen. Der Realisierungsteil umfasse eine Größe von circa 6000, der Ideenteil von rund 10 000 Quadratmeter.

51 000 Euro für Prämierung

Nach dem Bewerbungsende Mitte Januar, geht es am Montag, 2. Februar, mit dem Start des Wettbewerbs weiter. Für Mittwoch, 11. Februar, ist das Kolloquium und für Donnerstag, 2. April, die Abgabe der Pläne vorgesehen. Das Preisgericht tagt schließlich am Dienstag, 28. April. Als Fachpreisrichter fungieren die Landschaftsarchitekten und Professoren Gerd Aufmkolk (Nürnberg) und Cornelia Bott (Korbntal-Münchingen) sowie die Architekten Christine Schweiger (Augsburg) und Professor Arthur Wolfrum (München). Ständig anwesender stellvertretender Fachpreisrichtige ist Matthias Amann (Augsburg). Die Sachpreisrichter werden mit drei Mitgliedern des Mertinger Gemeinderats besetzt.

Die Gemeinde stellt als Wettbewerbssumme insgesamt 51 000 Euro zur Verfügung. Dabei entfallen auf den ersten Preis 20 400 Euro, auf den zweiten Rang 12 750 Euro und auf den dritten Platz 7650 Euro. Für Anerkennungen steht eine Summe in Höhe von 10 200 Euro bereit.

Vier Teilnehmer bereits gesetzt

Wie die Architekten und Stadtplaner Schirmer weiter mitteilen, ist der Wettbewerb auf zehn Teilnehmer begrenzt. Vier gesetzte Teilnehmer wurden von der Gemeinde im Vorfeld bereits ausgewählt: Schegk Landschaftsarchitekten (Haimhausen), Becker & Haindl (Wemding), Lohrer/Hochrain Landschaftsarchitekten und Stadtplanung (München) sowie Steinbacher Consult Ingenieursgesellschaft (Neusäß). Das heißt: Sechs weitere Architekten, Stadtplaner oder Landschaftsarchitekten werden aus den eingehenden qualifizierten Bewerbungen zur Teilnahme am Wettbewerb ausgewählt.

Der ursprüngliche Mertinger Ortskern soll wieder zu einem lebendigen und attraktiven Mittelpunkt der Gemeinde entwickelt werden. Gegenwärtig wird der zentrale Zehentplatz von leerstehenden Gebäuden und ungünstigen Straßen- und Wegeverbindungen beeinträchtigt. Der Realisierungswettbewerb soll eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Verlauf und Entwicklung des Ortsmittenprozesses darstellen.
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