„Fuck you Kleist“ - "Der zerbrochne Krug" bei den Altmühlsee Festspielen

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Muhr am See: Altmühlsee-Informationszentrum |

Altmühlsee Festspiele / Bei der Premiere „Der zerbrochne“ Krug bewiesen die Schauspieler einmal mehr ihr Können.

Vor ausverkauftem Haus präsentierte das Team der Altmühlsee-Festspiele um Intendant Christian A. Schnell am vergangenen Donnerstag die moderne Inszenierung des Klassikers „Der zerbrochne Krug“ von Philipp Lang, frei nach Heinrich von Kleist. Gewohnt reduziert, aber gerade dadurch so imposant, das Bühnenbild auf der Freilichtbühne des AIZ.

Kontrast zwischen Moderne und Antike

Gewohnt intensiv war das (Minen-)Spiel der Schauspieler. Es war aber auch der starke Kontrast zwischen modernem Wortlaut und teils antiquiertem, teils heutigen Gewand, was den Zuschauern die Geschichte um den Dorfrichter Adam (dargestellt von Jens Ulrich Seffen) eindrucksvoll näherbrachte.

Der Richter hatte sich durch sein ausschweifendes Leben, liederliches Verhalten und Missbrauch seiner Amtsgewalt in eine missliche Lage gebracht und fast das Glück zweier junger Menschen gefährdet. So wandelten sie auf dem Vorwerk, benutzen die Flix-Kutsche, übten sich in Yogalates und ließen auch tagesaktuelle Parallelen charmant einfließen. Da es sich aber um ein Lustspiel handelte, gab es am Ende natürlich ein Happy End.
Auch die Schauspieler durften am Ende feiern: Bürgermeister Dieter Rampe schenkte am Ende jedem einen „ganzen Krug“.
Mehr zum Inhalt gibt’s auf www.altmühlsee-festspiele.de, weitere Impressionen der Premiere gibt es in der Bildergalerie.
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