400 000 Euro für Feuerwehren der Region Friedberg
Neue Fahrzeuge gab es für etliche Freiwillige Feuerwehren – eine lohnende Investition für den Schutz des Friedberger Umlands, die in die Jahre gekommene Fahrzeuge und Anlagen ersetzen.
Über fünf neue Fahrzeuge kann man sich bei den Freiwilligen Feuerwehren (FFW) in Bachern, Haberskirch, Hügelshart, Paar-Harthausen und Rinnenthal freuen, nachdem der Stadtrat bereits im vergangenen Jahr beschlossen hatte, in einer Beschaffungsgemeinschaft mit der Stadt Aichach neue Tragkraftspritzenfahrzeuge anzuschaffen. Das Konzept der Verwaltung zur Ersatzbeschaffung der fünf Fahrzeuge im Zuge einer Beschaffungsgemeinschaft mit der Stadt Aichach – die insgesamt sechs neue Fahrzeuge gekauft hat – wurde bereits im Mai 2011 im Bauausschuss der Stadt beschlossen. Ende Juni diesen Jahres wurden dann die Fahrzeuge in Landau abgeholt und nach Friedberg gebracht.
Eine Investition die nötig war: „Das war vielfach kein Luxus mehr“ vernahm man bereits seit geraumer Zeit aus Feuerwehrkreisen. Die Einsatzfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehren, die jetzt in den Genuss der neuen Gerätschaften kommen, waren bereits mehr als 30 Jahre alt und wurden zumeist in den Jahren 1978 und 1979 angeschafft. Die Fahrgestelle, Aufbau und Beladung erfüllten die Sicherheitsstandards und einsatztaktischen Erfordernisse nur noch bedingt. „Die Ersatzbeschaffungen waren daher dringend geboten und seit längerem geplant“ so Stefan Kreitmeyr von der Stadt Friedberg. Die Kosten pro Fahrzeug belaufen sich inklusive der Beladung auf rund 80 000 Euro, von denen die Regierung von Schwaben pro Fahrzeug rund 18 000 Euro als Förderleistung übernimmt.
Ein Tragkraftspritzenfahrzeug ist ein genormtes sechsspritziges Fahrzeug von der Größe eines Mercedes Sprinter. Es verfügt über keinen eigenen Löschwassertank, so dass im Brandfall an der Einsatzstelle zunächst mittels einer Feuerlöschkreiselpumpe, auch genannt Tragkraftspritze, eine Löschwasserversorgung hergestellt werden muss. Neben der Ausrüstung zur Brandbekämpfung ist das Fahrzeug unter anderem mit einem Notstromaggregat, Tauchpumpe, Wassersauger, Flutlichtstrahler, Motorsäge und Verkehrsleitkegeln beladen. Mit den neuen Fahrzeugen ist gewährleistet, dass die Stadtteilwehren kleinere Einsätze eigenständig erledigen und bei größeren Einsätzen effektiv den Erstangriff durchführen können, bis größere Einsatzfahrzeuge aus der Umgebung am Einsatzort eintreffen. Neben den neuen Fahrzeugen wurden für die Feuerwehren Rinnenthal und Hügelshart noch neue Tragkraftspritzen erworben. Hier beliefen sich die Kosten pro Gerät auf rund 11 500 Euro, von dem die Regierung von Schwaben einen Zuschuss von 3500 Euro übernahm. Zur feierlichen Übergabe kamen die Kommandanten der einzelnen Feuerwehren, um ihre neuen Gerätschaften in Empfang zu nehmen. Eine sinnvolle Investition in den Brandschutz für Friedberg und die umliegenden Gemeinden.
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