Alternative zum Ringverkehr
CSU und Grüne stellen gemeinsam einen Antrag, um eine Alternative zum Feldversuch auf den Weg bringen soll. Die bisherigen Planungen würden sich zu sehr nach dem Bürgermeister richten.
Nach zahlreichen Treffen des Arbeitskreises und Podiumsdiskussionen wird sich der Gemeinderat bei seiner Sitzung am Donnerstag, 23. Februar, erneut damit auseinandersetzen. Denn die Fraktionen von CSU und Bündnis 90/Die Grünen haben einen gemeinsamen Antrag mit einer Alternative aufgestellt. „Das bisherige Einbahnstraßenkonzept erfüllt die von uns unter Einbezug der Bürgerbeteiligung definierten Ziele nicht“, so Florian Mayer (CSU) und Barbara Häberle (Grüne) bei einem Pressegespräch. Vor allem habe man bisher keine Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Zentrum erreicht. In ihrem Antrag plädieren beide Fraktionen für eine neue Planung, um ein verkehrsberuhigtes Zentrum zu gestalten.
Der Gemeinderat soll in seiner Sitzung am Donnerstagabend einen Fachmann mit der neuen Planung beauftragen. Es gehe dabei nicht nur um den Marktplatz inklusive der Münchner bis zur Bahnhofstraße und die Augsburger Straße bis zum Jägerberg, sondern auch um die Bereiche um die Kirche und Grundschule sowie um die Bücherei und das Pflegezentrum Sankt Agnes. Die Fraktionen fordern ein Stufenkonzept samt Kostenschätzungen sowie eine Computersimulation, damit sich die Bürger etwas Konkretes vorstellen können.
„Da unserer Meinung nach der bisherige Planungsumfang zu kurz greift, wollen wir einen erweiterten Ansatz vorantreiben, der es ermöglicht, die formulierten Ziele zu erreichen“, so die Vertreter von CSU und Grünen. Die öffentliche Diskussion werde oft sehr verkürzt geführt, weil es keine zukunftsorientierte Aufklärung über die Möglichkeiten einer Verkehrsberuhigung gebe. „Weder ist die Situation in Mering ungeeignet für eine fortschrittliche Gestaltung, noch werden die Probleme der ansässigen Landwirte ignoriert“, sagte Mayer.
Es könne auch nicht mehr darum gehen, eine autofreundliche Stadt zu gestalten, um Großmärkten auf Gewerbeflächen Konkurrenz zu machen. Man wolle im Gemeinderat keineswegs Politgezänk oder Wahlkampfgeplänkel, betonte Mayer. Er hält es für besser, die Autos, Fußgänger und Radler nicht wie derzeit strikt voneinander zu trennen, sondern über einen „Begegnungsraum“ nachzudenken. Auch die Interessen der Anwohner von Kirch- und Bouttevillestraße sollen stärker berücksichtigt werden. Die Innenstadt soll zu einem lebendigen Marktplatz werden.
Die Marktgemeinde soll laut Mayer mindestens drei Planer einladen und davon einen geeigneten auswählen, der eine Alternative zu den bisherigen Vorschlägen von Peter Weigelt ausarbeitet; dieser richte sich zu sehr nach Bürgermeister Kandler.
„Die Straßenverkehrsordnung, die bestehenden Richtlinien sowie die Empfehlungen von Forschungsstellen stellen einen riesigen Baukasten zur Verfügung, mit dem die formulierten Ziele erreicht werden können“, sagte Mayer. (hh)










