Baustart an der Verkehrsschule
Auf 2500 Quadratmetern lernen die Verkehrsteilnehmer von morgen.
Einer der beiden Übungsplätze soll in Friedberg für den kompletten südlichen Landkreis entstehen, ein weiterer in Aichach für die nördlichen Gemeinden im Bezirk. Während man in Aichach von Anfang an mit einem neu zu errichtenden Platz rechnete, setzte man in Friedberg auf den Ausbau des bestehenden Platzes und den Bau eines neuen Schulungsgebäudes an der Vinzenz-Pallotti-Schule. 2009 fand dann nach umfangreichen Vorplanungen die Beauftragung des Architekturbüros Mayer aus Aichach mit der Planung des Platzes statt. Zudem hatten die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden die Möglichkeit, in einer Informationsveranstaltung bereits frühzeitig Einblick in die zukünftige Lösung zu nehmen.
Zwischenzeitlich wurden mit allen beteiligten Gemeinden des südlichen Landkreises, mit dem Landkreis Aichach-Friedberg und dem Schulzweckverband Merching entsprechende Vereinbarungen über die Errichtung und den Betrieb einer gemeinsamen Jugendverkehrsschule getroffen. Mitte 2010 wurden dann die endgültigen Planungen freigegeben, da es immer wieder zu Umplanungen und Änderungen in den Bauplänen gekommen ist. Gleichzeitig werden im Landkreis – bis auf den Neubau in Aichach – alle anderen Verkehrsübungsplätze geschlossen.
Während der Platz in Aichach bereits fertig gestellt ist, begannen im Juli in Friedberg nunmehr die ersten Bauarbeiten. Zwischenzeitlich wurden die wesentlichen Erdarbeiten, die Herstellung der Sickerschächte und die Verlegung von Rohrleitungen abgeschlossen. Aktuell wird die Bodenplatte des Schulungsgebäudes betoniert. Nach kurzem Betriebsurlaub beginnt dann die Herstellung der Holzkonstruktion für das Schulungsgebäude und die Pflasterarbeiten im Außenbereich.
Bereits Mitte November soll der Übungsplatz in Friedberg dann komplett fertig gestellt sein. Neu ist dann eine größere Kreuzung mit Ampelanlage und die Erweiterung der Gesamtfläche von 1500 auf 2500 Quadratmeter. Dies liegt hauptsächlich an dem Gebäude das auf dem Gelände entsteht. Es soll einen Schulungsraum, Toiletten, einen Technik- und Fahrradraum, beinhalten.
Für das gesamte Projekt sind 400 000 Euro eingeplant. Die Kosten werden auf die teilnehmenden Orte anteilig nach Einwohnerzahl aufgeteilt. Spenden werden zudem zur Finanzierung von Polizei und Verkehrswacht zur Verfügung gestellt. Die Polizeispenden und die Gerichtsbußgelder werden durch die Polizei in Fahrräder investiert. Besonderes Augenmerk wird dabei darauf gelegt, dass der Platz zukünftig multifunktional genutzt wird. Für den Fahrradführerschein – geschult werden hier alle vierten Klassen – für die Kindergärten zum Trainieren des Verhaltens als Fußgänger und gegebenenfalls auch für Senioren. Die Betreuung erfolgt über die Kreisverkehrswacht und die Polizei.
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