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Friedberg

Friedberg baut auf


In Friedberg werden ab dem kommenden Jahr zwei große historische Gebäude umgebaut. Am Schloss beginnen die Sanierungsarbeiten und der Stadtmauerturm wird wieder aufgebaut.

Viel Aufsehen hat im vergangenen Jahr das Friedberger Schloss erregt. Der Widerstand gegen den Stadtratsbeschluss das Schloss in großem Rahmen umzubauen brachte ein Bürgerbegehren auf den Weg. Im Oktober stimmten die Bürger über das weitere Vorgehen ab. Das Ergebnis war, dass doch die große Lösung umgesetzt wird und auch der umstrittene Veranstaltungssaal umgesetzt wird. Im Herbst beginnt dort die erste Phase der Bauarbeiten.

  • Nächstes Jahr beginnen die Bauarbeiten am Schloss und am Stadtgraben. Bis Mitte 2013 soll die Häuserzeile fertig sein und auch der Turm soll bis zum Altstadtfest wieder stehen.
    Foto: Carina Pavlik
Bild von

Ein weiteres Großprojekt an einem historischen Gebäude ist der Turm an der Stadtmauer. Im November 2002 ist er eingestürzt und zog einen langen Rechtsstreit zwischen den Versicherungen nach sich. 2008 kaufte die Stadt Friedberg den Turm und die angrenzenden Häuser und schrieb Bebauungsvorschläge aus. Eine Bauträgerfirma aus der Stadt erhielt im April 2010 den Zuschlag unter drei Bewerbern für das Projekt. Daraufhin erhob sich Widerstand von den „Freunden der Friedberger Altstadt“. Sie versuchten die historische Stadtmauer wiederzubeleben – aber vergeblich.

In der Zwischenzeit wurde auch die Baugenehmigung erteilt. Somit können hier die Bauarbeiten im März beginnen. Mitte 2013 soll die Häuserzeile beim Stadtgraben abgeschlossen sein. Zum Altstadtfest soll auch der Turm wieder stehen.

Der alte Salzstadl und der Turm sollen sich laut Architekt Wolfgang Rockelmann in die Struktur der Altstadt einfügen. Gleichzeitig sollen die Objekte ihrem Baujahr angepasst sein. Das bedeutet, dass der Turm beispielsweise ein Dach aus Glas bekommt. Kleine Reste der historischen Stadtmauer befinden sich im Salzstadl und sie werden durch einen verglasten Wintergarten weiterhin sichtbar bleiben. Auch das nördlich angrenzende Haus wird umgebaut. Es soll mit dem Turm kombiniert werden.

Auf dem Areal entstehen auf diese Weise vier Stadthäuser. Auch eine Tiefgarage mit 22 Stellplätzen ist geplant. Sie wird sich unter den Gärten der Häuser befinden. Hierbei ist das mögliche Interesse aus der Nachbarschaft mit berücksichtigt worden. Bauträger Friedrich Ottens hat bereits Kaufinteressenten für das Objekt.

26.12.2011 | 09:00 Uhr - von Clarissa Pfänder

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