Friedberg baut auf
In Friedberg werden ab dem kommenden Jahr zwei große historische Gebäude umgebaut. Am Schloss beginnen die Sanierungsarbeiten und der Stadtmauerturm wird wieder aufgebaut.
Ein weiteres Großprojekt an einem historischen Gebäude ist der Turm an der Stadtmauer. Im November 2002 ist er eingestürzt und zog einen langen Rechtsstreit zwischen den Versicherungen nach sich. 2008 kaufte die Stadt Friedberg den Turm und die angrenzenden Häuser und schrieb Bebauungsvorschläge aus. Eine Bauträgerfirma aus der Stadt erhielt im April 2010 den Zuschlag unter drei Bewerbern für das Projekt. Daraufhin erhob sich Widerstand von den „Freunden der Friedberger Altstadt“. Sie versuchten die historische Stadtmauer wiederzubeleben – aber vergeblich.
In der Zwischenzeit wurde auch die Baugenehmigung erteilt. Somit können hier die Bauarbeiten im März beginnen. Mitte 2013 soll die Häuserzeile beim Stadtgraben abgeschlossen sein. Zum Altstadtfest soll auch der Turm wieder stehen.
Der alte Salzstadl und der Turm sollen sich laut Architekt Wolfgang Rockelmann in die Struktur der Altstadt einfügen. Gleichzeitig sollen die Objekte ihrem Baujahr angepasst sein. Das bedeutet, dass der Turm beispielsweise ein Dach aus Glas bekommt. Kleine Reste der historischen Stadtmauer befinden sich im Salzstadl und sie werden durch einen verglasten Wintergarten weiterhin sichtbar bleiben. Auch das nördlich angrenzende Haus wird umgebaut. Es soll mit dem Turm kombiniert werden.
Auf dem Areal entstehen auf diese Weise vier Stadthäuser. Auch eine Tiefgarage mit 22 Stellplätzen ist geplant. Sie wird sich unter den Gärten der Häuser befinden. Hierbei ist das mögliche Interesse aus der Nachbarschaft mit berücksichtigt worden. Bauträger Friedrich Ottens hat bereits Kaufinteressenten für das Objekt.










