Grünes Licht für neue Krippe in Mering
Am Freitag trafen sich Merings Pfarrer Thomas Schwartz, Bürgermeister Hans-Dieter Kandler und Kindergartenverwalter Franz Kern, um eine neue Kinderkrippe auf den Weg zu bringen.
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Grünes Licht für neue Krippe
Pfarrer Thomas Schwartz, Bürgermeister Hans-Dieter Kandler und Kindergarten-Verwalter Franz Kern (von links) unterzeichneten die Bau- und Betriebsvereinbarung für die Kinderkrippe in Sankt Afra. Sie soll im September 2013 mit 24 Plätzen in Betrieb gehen.Foto: Heinz Hollwang
Mit dem rund 1,2 Millionen Euro teuren Neubau hilft die Kirche der Marktgemeinde, ihre Pflichtaufgabe zu erfüllen, denn ab 1. August 2013 haben Eltern auch von Kindern unter drei Jahren einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Von Kern stammt die Idee, dass die Kirche auf dem freien Grundstück neben dem bestehenden Kindergarten eine zweigruppige Krippe verwirklichen könnte.
Ganz neu ist dieser Gedanke allerdings nicht: Schon im Mai 2008 gab es erste Verhandlungen zwischen Kirchen- und Gemeindeverwaltung. Daniela Reiner, die damalige Kindergartenleiterin, berichtete, dass es mehrere Eltern gebe, die ihr Kind gerne in eine Krippe geben würden. Der Bolzplatz in Sankt Afra eigne sich dafür und ist im Eigentum der Pfarrpfründestiftung. Dass die Gemeinde dort Pavillons aufstellen und die Kosten für Errichtung und Ausstattung übernehmen könnte, war Bürgermeister Kandler damals allerdings zu teuer.
Einen Anbau hielt Franz Kern nicht für sinnvoll: Zum einen sei der Bestand schon älter als 50 Jahre, zum anderen ist das Gebäude erst mit hohem Aufwand saniert worden. Die Krippe soll ab September kommenden Jahres zwei Gruppen mit insgesamt 24 Plätzen umfassen. Laut Kandler sind Baukosten in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro realistisch. Den maximalen staatlichen Zuschuss gibt er mit 588 000 Euro an. Den Anteil der Marktgemeinde veranschlagt die Kirchenstiftung mit rund 482 000 Euro.
Bei der Unterzeichnung zeigte sich der Bürgermeister froh über die Kooperation mit der Kirche und darüber, dass die Gemeinde keine Grundstückskosten tragen müsse. Er übte aber auch deutliche Kritik daran, „dass die Bundesregierung zwar ein hehres Ziel vorgibt, die Arbeit aber andere erledigen lässt“. Auch beim Betrieb lasse die Regierung die Kommune im Stich: „Wir müssen Jahr für Jahr die Folgekosten fürs Personal zahlen.“
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