Mit Trommeln und Fanfaren
Vom Starkbierfest bis zur Leonhardifahrt – der Spielmannszug VSK Mering ist immer dabei. Der Höhepunkt der Vereinsgeschichte fiel allerdings ins Wasser: Ein Auftritt beim Papstbesuch in Augsburg 1987.
Bei der Jahreshauptversammlung in Mering konnte Tambourmajor Klaus Neumeir eine erfreuliche Bilanz ziehen: Elf Mal war der Spielmannszug im vergangenen Jahr ausgerückt und hatte zum 45. Mal den Leonhardiritt in Inchenhofen umrahmt. Zu den Höhepunkten im vergangenen Jahr zählten auch ein dreitägiger Vereinsausflug ins Allgäu sowie die Teilnahme am Festzug in Baierberg.
Für die bestens geordneten Finanzen wurde Kassier Christian Neumeir Entlastung erteilt, die alljährliche Spendenaktion unter den Spielleuten beim Jahresabschluss brachte 460 Euro zugunsten einer Meringer Einrichtung. Bei den Neuwahlen gab es keine Überraschungen: Die bewährte Vorstandschaft wurde in allen Ämtern bestätigt. Vorsitzender ist Klaus Neumeir und sein Stellvertreter Michael Dosch. Schriftführerin ist Ulrike Neumeir und als Kassier fungiert Christian Neumeir. Die Dirigenten sind Klaus Neumeir, Michael Dosch und Florian Wolf. die Funktion der Beisitzer haben Gabi Dosch, Siegfried Herger und Paul Wiedemann. Die Jugendvertretung obliegt Maria Dürr und Kassenrevisoren sind Carmen Lachenmair sowie Werner Rackl.
Im Mai wollen die Meringer zum befreundeten Spielmannszug nach Höchstadt/Aisch fahren, um mit der dortigen Feuerwehr deren 150-jähriges Gründungsjubiläum zu feiern. Der Vereinsausflug wird dieses Jahr nach Villach in Österreich führen.
Der Spielmannszug ist Merings ältester Verein und angegliedert an den Veteranenverein, aber selbständig mit eigener Vorstandschaft. Er pflegt mit Fanfaren und Pfeifen, Lyra und Trommeln traditionelle Marschmusik. Aber auch moderne Klänge kann man bei den zahlreichen Auftritten vom Volksfest bis zum Leonhardiritt hören.
1884 war die Geburtsstunde eines Trommlerchores in Mering. Ein Jahr später wurde dieser im Rahmen einer Fahnenweihe der Veteranenkameradschaft erstmals schriftlich erwähnt. Trommler gab es damals genug und zwar aus den Reihen der königlich bayerischen Armee. Das erste Vereinsfoto entstand 1922, als ein Trommlerkorps des Veteranenvereins an der Einweihung des Kriegerdenkmals in Mering teilnahm.
Das Herz des Spielmannszugs fing ab 1957 – zum 85. Gründungsfest der Krieger- und Soldatenkameradschaft Mering – erst wieder richtig an, zu schlagen, als Hans Habersetzer aus Hörmannsberg den Tambourstab übernahm. Anfang der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde aus dem Trommlerkorps ein Spielmannszug mit Querflöten und Hörnern.
Der Höhepunkt der Vereinsgeschichte wäre 1987 beim Papstbesuch in Augsburg gewesen, doch der fiel ins Wasser, weil es in Strömen regnete. Die durchnässten Spielleute fuhren wieder heim, ohne auch nur eine einzige Note gespielt zu haben.
Zum zehnten Starkbierfest erfolgte 1991 die Umbenennung in „Spielmannszug VSK Mering“, weil der Hauptverein die Bezeichnung „Krieger“ aus seinem Namen gestrichen hatte. Das neue Probenlokal in der Schlossmühle, erstellt in vielen hundert Stunden Eigenleistung, wurde im Herbst 2000 fertiggestellt.










