Auf Niemann folgt Ide
Interne Querelen
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Auf Niemann folgt Ide
Susanne Niemann organisierte lange Jahre den Kunstpreis der Stadt Gersthofen. Jetzt sagte sie dieser Position ade.Foto: spr -
Auf Niemann folgt Ide
Richard Ide, Leiter des Ballonmuseums, ist der Projektverantwortliche für den bevorstehenden Kunstpreis der Stadt Gersthofen.Siegfried P. Rupprecht
Dass die Chemie zwischen ihr und dem Leiter des Kulturamts, Helmut Gieber, zuletzt nicht mehr stimme, hatte Susanne Niemann im internen Kreis wiederholt bestätigt. Nun zog die Organisatorin des Gersthofer Kunstpreises und Sprecherin des örtlichen Kulturkreises die Konsequenzen. Niemann gab jetzt beide Positionen auf. Susanne Niemann war viele Jahre lang für die Organisation des Kunstpreises zuständig. Sie war Ansprechpartnerin für die teilnehmenden Künstler und in diesem Zusammenhang – wie sie einmal gegenüber unserer Zeitung sagte – „Mädchen für alles“. Seit 2001 stand sie dem Kulturkreis Gersthofen vor. Ihr stetes Ziel war es, „gute und anspruchsvolle Kulturarbeit zu präsentieren, die sich auch mal im Grenzbereich bewegt“.
Dies ist ihr gelungen. Der Kulturkreis ist heute ein weit über die Gersthofer Grenzen hinaus bekannter Zusammenschluss von Kunst- und Kulturschaffenden. „Der Kulturkreis steht für eine innovative Kultur, die den Geist beweglich hält“, resümierte sie.
Für Außenstehende kam der Abschied Niemanns wohl überraschend. Insider wussten längst, dass es zuletzt zwischen ihr und dem Kulturreferenten der Stadt Gersthofen, Helmut Gieber, Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit dem Kunstpreis gegeben hatte. Die Abgabe der Position auf der Kommandobrücke des Kulturkreises war für Susanne Niemann nur zwangsläufig, da der Kulturkreis mit seinen Ausstellungen im Rathaus und dem städtischen Zuschuss eng mit der Kommune kooperiert.
Der Kunstpreis steht durch Susanne Niemanns Ausscheiden jedoch nicht vor dem Aus. Der Leiter des Ballonmuseums, Richard Ide, übernimmt die Organisation des Kunstpreises, der heuer im Bereich der Bildenden Kunst ausgeschrieben wird und wieder mit 2500 Euro dotiert ist.
Eine Neuerung gibt es allerdings bereits. Bisher wurde der Sieger des Wettbewerbs im Oktober gekürt. Jetzt soll der Kunstpreis schon im Juli über die Bühne gehen.
Und wie geht es mit dem Kulturkreis weiter? „Günter Utz ist der künftige Ansprechpartner“, so die Malerin und Grafikerin Gertrud Öttl, eine der Mitbegründerinnen des Künstlerzusammenschlusses. Die bislang von Susanne Niemann getätigten Aufgaben seien nun auf mehrere Personen im Kulturkreis verteilt worden.










