Augsburger Umland erkunden mit Rad und zu Fuß
Im handlichen Büchlein stehen 150 Kilometer Radl- und 90 Kilometer Wanderwege, die Coautorin Christel Blankenstein alle abgefahren und gewandert ist.
Müller outete sich als begeisterter Radlfahrer, der oft entlang der Wertach fahre. „Wenn man radelt, sieht man hier (noch) sehr wenig Radlfahrer. Aber die Artenvielfalt ist es wert, dass das gesamte Gebiet viel bekannter wird“, so Müller zuversichtlich und dankte dem Landschaftspflegeverband des Landkreises Augsburg (LPV) für die Initiative.
LPV-Geschäftsführer Werner Burkhart ist stolz, mit dem Büchlein die Trilogie aus praktischer Biotoppflege, den 25 Projektinformationstafeln im Gelände und als drittes jetzt dem Rad- und Wanderführer ein „rundes Werk“ geschaffen zu haben. Die Idee beschäftigt ihn seit Anfang 2010. An der Umsetzung war neben Burkhart als Coautorin die Königsbrunner Wander- und Radelbuchautorin Christel Blankenstein beteiligt. Mehr als ein Jahr habe sie die einzelnen Wegstrecken auf der Karte ausgetüftelt und einzeln Meter für Meter begangen und befahren, „damit die Beschreibung auch stimmt“, meinte die Autorin. Burkhart hat etliche „Besonderheiten am Wegesrand“ eingebracht.
Landrat Martin Sailer erhofft mit dem Radl- und Wanderführer den Bürgern die Schönheit der Heimat noch ein Stück näher bringen zu können. „Wie kann man seine Heimat besser genießen, als auf unterschiedlichen Strecken einzelne Gebiete mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu erkunden?“, fragte der Landrat. Der Landschaftspflegeverband habe durch die Erschließung des Gennachmooses und des Biotopverbundes Wertachauen im Landkreis Augsburg Maßstäbe gesetzt. Ebenso gebühre dem Begegnungsland LechWertach großer Dank für seine Unterstützung, die letztlich auch die Förderung durch die Bayerische Staatsregierung und im Rahmen der ländlichen Entwicklung auch über Fördermittel der Europäischen Union Anteil am Entstehen des Büchleins haben. Sailer erinnerte auch an die Beiträge, die die einzelnen Kommunen getragen haben, damit das Gesamtwerk entstehen konnte.
Der Freistaat und die Europäische Union unterstützen die selbstbestimmte Entwicklung der Heimat, hier in Form eines Beitrages zum Tourismus, würdigte Erich Herreiner, der nach dem Förderprogramm genannte „LEADER-Manager“ des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Landwirtschaft bedeute nicht nur Energiewende und Nahrungsmittelproduktion, sondern auch Landbewirtschaftung und Pflege, ergänzte Herreiner mit Blick auf den Beitrag der Landwirtschaft an der Region, die mit dem Wander- und Radlführer erkundet werden solle.
Der Vorsitzende des Begegnungsland LechWertach e. V., Königsbrunns Erster Bürgermeister Ludwig Fröhlich, erinnerte an das rund 135 Kilometer lange Verbundprojekt des Radweges entlang der Wertach von der Quelle bis zur Mündung. Ziel aller Bestrebungen müsse sein, den Wert der Region für die Bewohner, aber auch für Gäste zu steigern. Damit steige auch die Identität mit der Region, meinte Fröhlich.
Anzeige



















