"Ausnahmslos unbedenklich"
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Vor allem nördlich des Werksgeländes der Lech-Stahlwerke werden Mais und Weizen als Futtermittelpflanzen für Nutztiere angebaut. Nun liegen Untersuchungsergebnisse des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hinsichtlich der Staubdeposition im Umfeld des Stahlwerkes vor.Foto: LSW
Die Lech-Stahlwerke (LSW) in Meitingen-Herbertshofen weisen in einer Pressemitteilung auf die Untersuchungsergebnisse des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (BLGL) hin. Diese, so teilt das Werk mit, „ergänzen und bestätigen die Ergebnisse des Abschlussberichtes zu Staubdepositionsmessungen 2011 im Umfeld der LSW.“ Die Gesundheit von Mensch und Tier sei gewährleistet, die Untersuchungsergebnisse „ausnahmslos unbedenklich“.
Das Stahlwerk in seiner Presseerklärung: „In der Vergangenheit wurde von einigen Anwohnern aus der Nachbarschaft der Lech-Stahlwerke neben den Fragen zu möglichen Auswirkungen von Staubdepositionen und Staubinhaltsstoffen auch die Frage aufgeworfen, ob beziehungsweise inwieweit die gemessenen Depositionen von Staub bei vollständigem oder teilweisem Verbleib an den im Umfeld des Stahlwerkes angebauten Futtermitteln zu einer Beeinträchtigung der Gesundheit von Mensch oder Tier führen können.“ Um diese Frage auf Grundlage entsprechender Untersuchungen beantworten zu können, seien beim BLGL (München) Probenahmen veranlasst und die erforderlichen Untersuchungen durchgeführt worden.
Kriterium für die Auswahl der Probenahmestellen sei gewesen, dass an den Probestellen ein Anbau von Futterpflanzen (hier: Mais und Weizen) zur Verfütterung an Tiere und gleichzeitig im Vergleich zu anderen Standorten eine hohe Schadstoffimmission vorliegen sollte. „Im Rahmen der Untersuchung wurde vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowohl auf Elemente mit als auch ohne futtermittelrechtliche Regelungen geprüft“, beschreibt das Stahlwerk die Untersuchungen.
Wie bereits bei den seit 2007 durchgeführten Prüfungen im Rahmen der Depositionsmessung standen auch hier die Elemente Molybdän, Chrom, Nickel und Aluminium zusätzlich im Visier der Untersuchung. „Zusammenfassend kommt das Landesamt für alle Proben zum Ergebnis, dass bei den Elementen, für welche Höchstgehalte in den Regelwerken für Futtermittel definiert sind, ausnahmslos keine Überschreitungen gefunden wurden“, berichtet das Stahlwerk. Gleiches gelte auch für die zusätzlich untersuchten Parameter Molybdän, Chrom, Nickel und Aluminium. „Bei allen Elementen liegen die Analyseergebnisse im Bereich der für Futtermittel gängigen Gehalte beziehungsweise im Bereich der Literaturdaten für Futtermittel“, gibt das Werk die Ergebnisse wieder. „Damit liegen die Ergebnisse auch alle deutlich unterhalb der wissenschaftlich ermittelten Grenzwerte für Konzentrationen in Futtermitteln für Nutztiere. Somit sind die Untersuchten Futtermittel auch in Bezug auf den Gehalt an Molybdän, Chrom, Nickel und Aluminium eindeutig als unschädlich einzustufen.“
Für LSW bedeutet dies, „dass weder gegen die Verfütterung der angebauten Futtermittelpflanzen an Nutztiere noch gegen den Verzehr von Fleisch oder sonstigen tierischen Lebensmitteln von Tieren, die mit den im Umfeld von LSW angebauten Futtermitteln gefüttert wurden, Bedenken bestehen müssten“.
Das Stahlwerk zitiert in seiner Pressemitteilung das BLGL in dessen Stellungnahme zu den Untersuchungsergebnissen. Hier heiße es: „Aufgrund der ermittelten Gehalte ist in Analogieschlüssen zu anderen Elementen auch von keinem nennenswerten Übergang in tierische Lebensmittel auszugehen. Nach den hier vorliegenden Untersuchungsergebnissen gibt es somit keinen Hinweis, dass die analysierten Futtermittel als nicht sicher einzustufen wären.“
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