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Bobingen

Bürgerengagement für die Stadt


Höhere Lebensqualität trotz niedriger Zuschüsse, das ist in Bobingen möglich, weil sich die Bürger einsetzen.

Soziale Stadtentwicklung verpufft, wenn die staatliche Subvention ausläuft – so lautet das gängige Vorurteil in den Köpfen vieler Menschen. In Bobingen ist das nicht so.

  • Bürgerengagement für die Stadt Bürgerengagement für die Stadt

    In angeregter Diskussion um die Entwicklungen des Projekts Soziale Stadt in Bobingen waren Reinhold Lenski (stellvertretender SPD Vorsitzender), Kreisvorstandsmitglied und Königsbrunner Stadtrat Florian Kubsch, Kreisvorstandsmitglieder Peter Allenfort aus Fischach, 1. Bobinger Bürgermeister Bernd Müller, SPD Fraktionsvorsitzender Edmund Mannes, MdL Simone Strohmayr, Kreisvorsitzender Roland Mair, ASF-Vorsitzende Sonja Hefele, stellvertretender Kreisvorsitzender Jürgen Schmidt und Kreisvorstandsmitglied Armin Bergmann (von links). Foto: privat

    Foto: oh
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Die Vertreter der Kreis-SPD unter Führung des Kreisvorsitzenden Roland Mair erlebten in einer Diskussion mit dem dortigen Stadtoberhaupt, Bernd Müller, wie öffentliche Förderung zum Selbstläufer wurde.
Das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ unterstützte die mittelständische Kommune nicht nur in der Aufwertung des Stadtkerns und mehrerer Gebiete, sondern beeinflusste in positiver Weise auch das Zusammenleben der Bobinger. Auf der Grundlage eines selbst erarbeiteten Handlungskonzeptes entwickelten sich zahlreiche Maßnahmen, die ohne Förderprogramm nicht möglich gewesen wären. Die Umgestaltung der Hochstraße ist für Nichtbobinger ein sichtbares Zeichen dafür, wie aus einer vielbefahrenen Verkehrsader ein öffentlicher Raum geworden ist, in dem sich Menschen treffen und einkaufen können.

Im Bobinger Süden werde das Miteinander der unterschiedlichen Altersgruppen sowie im Norden die Integration der unterschiedlichen Nationalitäten vorangetrieben, erläuterte Reinhold Lenski, der viele Jahre das Projekt als Mitarbeiter der Stadtverwaltung begleitet hat. Massiven Widerspruch erntete Kreisvorsitzender Roland Mair für die Aussage, dass Bobingen vieles vollendet habe und sich bereits auf der Zielgeraden befinde. Bernd Müller sieht Bobingen erst an einer Zwischenstation: eine Treffpunktbücherei, die demographische Entwicklung in Bobingen Siedlung und der Bahnhof als Verkehrsknoten stehen als Folgeprojekte an.

Auch die im vergangenen Jahr beschlossene Kürzung der finanziellen Mittel werde die Aktivitäten nicht stoppen. Mair gefällt es besonders gut, dass sich in Bobingen zahlreiche Gruppen gebildet haben, die einzeln oder mit Unterstützung anderer Personen und Gruppen viele Projekte angestoßen haben. Das Kreisvorstandsmitglied Florian Kubsch aus Königsbrunn sieht etwas neidisch auf die Nachbarstadt, denn diese Initiative wurde bisher nur unzureichend auf seine Heimatstadt Königsbrunn übertragen. (oh)

07.02.2012 | 08:37 Uhr - von oh

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