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Schwabmünchen

„Der König und ich“


Das Leonhard-Wagner-Gymnasium begeisterte mit dem Musical über eine englische Lehrerin am Königshof in Siam, die des Königs Kinder, dessen Frauen und Konkubinen Englisch lehren soll.

Nach einer einjährigen Pause trat jetzt das Musicalensemble des Leonhard-Wagner-Gymnasiums wieder auf – im vergangenen Schuljahr hat es bedingt durch die Belastungen zweier Abiturjahrgänge nur Theateraufführungen gegeben. So wurde nun in der Schwabmünchner Stadthalle an vier Tagen das Musical „Der König und ich“ aufgeführt.

  • „Der König und ich“ „Der König und ich“
    Das Leonhard-Wagner-Gymnasium brachte mit dem Musical „Der König und ich“ exotisches Flair in die Schwabmünchner Stadthalle.
    Foto: iwf
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Präsentiert wurde ein bewegendes, ein zu Herzen gehendes Stück, das durch Charme und Charisma, einfühlsame Melodien, quirlig buntes, exotisches Flair und vor allem durch großartige schauspielerische, musikalische und gesangliche Fähigkeiten der Interpreten faszinierte.

Seit Ostern wurde dafür intensiv geprobt, an den Wochenenden und die vergangenen Wochen eigentlich durchgehend, erzählte Inszenierungsleiter Alfred Vogler. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte er. „Die Schüler haben sich große Mühe gegeben, die Aufführung ist lebhaft.“ Larissa Nowomiejski war für die Choreographie zuständig.

Das Musical basiert auf Tagebuchaufzeichnungen der englischen Lehrerin Anna Leon-owens und dem daraus entwickelten Roman von Margaret Landon.

Siam 1862: Anna Leonowens kommt mit ihrem kleinen Sohn Louis nach Bangkok, um die 58 Kinder des siamesischen Königs Mongkut (Rama IV.) mitsamt der 23 Ehefrauen und 42 Konkubinen in der englischen Sprache und westlicher Bildung zu unterrichten. Der autoritär herrschende König und die selbstbewusste Hauslehrerin geraten schnell aneinander – die westliche Kultur trifft auf die starren Traditionen des alten Siams. In der Geschichte geht es durchaus aber auch um aktuelle Themen: Wie können Kulturen, die so unerbittlich aufeinander prallen, miteinander auskommen und sogar voneinander lernen? Wie können Arroganz, Verachtung und Misstrauen überwunden und Offenheit, Toleranz und Vertrauen entstehen? Das Musical zeigt einige Möglichkeiten auf.

Zwischen Anna und dem König wächst im Laufe der Zeit gegenseitiger Respekt. Durch Annas Hilfe gelingt es dem König, sein Land vor englischen Diplomaten als offen und fortschrittlich darzustellen. Als der König jedoch auf den Fluchtversuch des jungen Liebespaares Tuptim und Lun Tha mit unerbittlicher Härte reagiert, will Anna Siam verlassen. Der schwer erkrankte König bittet sie ein letztes Mal zu sich und dankt ihr auf dem Sterbebett für ihre Offenheit. Die Frauen und Kinder des Königs bestürmen Anna, in Siam zu bleiben. Sie stimmt zu. Kronprinz Chulalongkorn, der Nachfolger seines Vaters, schafft als Erstes überholte Rituale der Hofetikette ab und leitet weitere Reformen ein.

Die Geschichte wurde viermal verfilmt, das 1951 am Broadway uraufgeführte Musical von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein II war ein überwältigender Erfolg. Weltberühmt wurde das Stück durch die Verfilmung von 1956 mit Yul Brynner in der Rolle des Königs.

Das Leonhard-Wagner-Gymnasium bot eine großartige und überzeugende Bewältigung des Stoffes. Mehr als 100 Mitwirkende präsentierten eine märchenhafte Aufführung mit grandiosen Leistungen sowohl auf der Bühne als auch im Orchester und eroberten das Publikum im Nu. Die Premiere wurde dem Gedenken an den kürzlich verstorbenen Orchestermitglied Josef Spannbauer gewidmet.

14.07.2012 | 15:49 Uhr - von iwf


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