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Neusäß

Der Wettbewerb startet


Stadt Neusäß lobt einen nichtoffenen Realisierungswettbewerb für den Neubau „Haus der Musik und Jugendkulturhaus“ aus. Preisgerichtssitzung ist dann am 13. Juni 2012.

Die Innenstadt lebens- und liebenswerter und vor allem lebendiger zu gestalten, dazu soll auch der Neubau „Haus der Musik und Jugendkulturhaus“ beitragen. Seine Verwirklichung steht nun mit der Auslobung eines nichtoffenen Architektenwettbewerbs durch die Stadt Neusäß in den Startlöchern.

  • Der Wettbewerb startet Der Wettbewerb startet
    Luftbildaufnahme des Areals an der Daimlerstraße 3 und 3a.
    Foto: Stadt Neusäß
Bild von

„Ab einer gewissen Bausumme ist es verpflichtend, diesen Wettbewerb europaweit auszuschreiben“, erklärt der 1. Bürgermeister der Stadt Neusäß, Hansjörg Durz. Die Stadt hat sich für einen nichtoffenen Realisierungswettbewerb entschieden, bei dem zusätzlich zu fünf geladenen Teilnehmern die Auswahl weiterer zehn Bewerber erfolgt. Für die Auswahl der gesetzten Teilnehmer waren der Stadt Neusäß einige Kriterien besonders wichtig. Die Teilnehmer sollten zum einen eine gewisse Ortsnähe haben, München war dabei die maximal vorstellbare Entfernung. Weiter sollte das Büro eine gewisse Größe vorweisen können, um das Projekt letztendlich auch stemmen zu können.

Eine weitere Voraussetzung war, dass von den Bewerbern ähnliche Projekte schon gebaut worden waren und Referenzprojekte vorgewiesen werden können. Ausgewählt und zur Teilnahme eingeladen wurden drei Augsburger und zwei Münchner Architekturbüros: Frech und Mayr (Augsburg), Hiendl Schineis (Augsburg), Kehrbaum Architekten (München), Landbrecht (München) und Schrammel Architekten (Augsburg). Die weiteren zehn Teilnehmer werden durch ein anonymes Losverfahren ermittelt. Jeder der Teilnehmer darf nur einen Entwurf einreichen.

Das Preisgericht besteht aus den drei Fachpreisrichtern Professor Ulrich Holzscheiter (Architekt, München), Rainer Löhle (Architekt, Augsburg, als Sieger aus dem Wettbewerbsverfahren für die Beruflichen Schulen Neusäß hervorgegangen) und dem Stadtbaumeister der Stadt Neusäß, Dietmar Krenz. Ständig anwesender stellvertretender Fachpreisrichter ist Thomas Pfeiffer, Architekt aus München. Als stellvertretender Fachpreisrichter fungieren Professor Piero Bruno, Architekt, München sowie Regine Neubauer, Architektin, Augsburg. Die beiden Sachpreisrichter sind Neusäß’ 1. Bürgermeister Hansjörg Durz und 2. Bürgermeister Richard Greiner.

Der ständig anwesende Sachpreisrichter wird Stadtrat Ulrich Englaender sein, stellvertretender Sachpreisrichter 3. Bürgermeister Wilhelm Kugelmann. Sachverständige Berater ohne Stimmrecht sind die Stadträte Uwe Hübner, Wolfgang Weiland, Dr. Michael Frey. Somit sind alle Fraktionen des Stadtrats mit einem Vertreter in den Wettbewerb eingebunden und können das Projekt mittragen.

Betreuen wird das Projekt Herbert Zimmermann vom Bauamt der Stadt Neusäß. Das gesamte Verfahren wird begleitet vom Architekturbüro Eberhard von Angerer, München. „Architekt von Angerer saß bereits im Preisgericht für die Stadtmitte Neusäß, er kennt somit die Situation vor Ort auf das Beste“, so der Bürgermeister.

Der erste Preis des Wettbewerbs ist mit 12 000 Euro dotiert, für den zweiten Preis gibt es 8400 Euro, für den dritten Preis 5600 Euro. Dazu sind zwei Anerkennungen in Höhe von jeweils 1000 Euro vorgesehen. Die Wettbewerbsunterlagen werden am 27. März 2012 vom Architekturbüro Eberhard von Angerer an die Teilnehmer verschickt. Schlusstermin für den Eingang der Planungsunterlagen ist der 22. Mai, für das geforderte Modell im Maßstab 1:500 bis zum 29. Mai 2012. Die Preisgerichtssitzung findet am 13. Juni 2012 statt, Auftragsvergabe wird im Juli sein. „Alle Teilnehmer müssen zur besseren Vorstellung der Pläne ein Modell abgeben, da das Grundstück ein relativ großes Gefälle aufweist. Es ist wichtig zu sehen, wie dieses Thema des Höhenunterschieds von den verschiedenen Teilnehmern gelöst wird“, so Durz.

Weiter ist bei der Planung von den Wettbewerbsteilnehmern darauf zu achten, dass die Standards der geplanten ENEV 2012 in jedem Fall eingehalten werden. Der Stadtrat strebt unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit an, die Anforderungen der ENEV 2012 noch zu unterschreiten. Das Ergebnis des Wettbewerbs wird der Öffentlichkeit in einer mindestens einwöchigen Ausstellung vorgestellt.

13.02.2012 | 12:20 Uhr - von Jutta Kaiser-Wiatrek

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