Jahresprogramm der Museen
Die Leiter der vier Bezirksmuseen werben für ihre Ausstellungen im Jahr 2012.
„Schwaben zeichnet sich durch eine reichhaltige Kultur aus. Wir wollen Kinder und auch ältere Menschen erreichen“, sagte Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert anlässlich der Pressekonferenz zum „Jahresprogramm der Museen 2012“.
Auf Entdeckungsreise in die reiche Kulturgeschichte Bayerisch-Schwabens entführen in diesem Jahr vielseitige Sonderausstellungen der Bezirksmuseen vom Ries bis ins Allgäu. Das Jahresprogramm 2012 bringt Ausstellungen über Schwaben zur Römerzeit, Rosenkranz und Lutherbibel sowie „zauberhafte Ungeheuer“.
Mathilde Wehrle (organisatorische Leitung Schloss Höchstädt/Kloster Thierhaupten) schwärmt: „Im barocken Schloss Höchstädt folgen die Besucher dem Verlauf einer nachgebauten „Via Romana“ (3. April bis 30. September), der Verbindungslinie für Militär, Handel, Kulturtransfer und Religion in der ehemaligen Provinz Raetia. Zahlreiche Exponate und Inszenierungen machen die Geschichte und die Kultur der Römer begreifbar“. Und auch das dritte Höchstädter Schlossfestival hat mit seinen klassischen Meisterkonzerten, Literaturlesungen und einer Kinderoper am ersten Juliwochenende mittlerweile Kultstatus in der Region um Dillingen.
Das Schwäbische Bauernhofmuseum Illerbeuren betitelt seine im Herbst startende Modenschau „Trés Chic im Schnee“ (14. Oktober bis 6. Januar 2013).
„Ab dem Frühjahr werden bei uns dann 'Tierglocken aus aller Wel' (1. April bis 29. Juli) aus einer süddeutschen Privatsammlung gezeigt“, informiert Museumsleitung Dr. Otto Kettemann.
„Ungeheuer und Sagengestalten“ aus dem Alpenraum (25. November bis 27. Januar 2013) spuken im Herbst in den 800 Jahre alten Klostermauern des Volkskundemuseum Oberschönenfeld. Museumsleitung Dr. Beate Spiegel freut sich, den Besuchern mit der Ausstellung „Reiseandenken – was vom Urlaub übrig geblieben ist“ (25. März bis 7. Oktober) den Weg eines Mitbringsels von der Produktion bis über den Ladentisch anschaulich zu demonstrieren.
Dazu erzählen Anorak, Keilhose, Moonboots und andere Kleidungsstücke von den modischen Anfängen am Steilhang.
Dr. Ruth Kilian (Museumsleitung Rieser Bauernmuseum Maihingen): „Unsere Sonderausstellung ‘Rosenkranz und Lutherbibel’ (21. März bis 28. Oktober) berichtet von den Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen den christlichen Konfessionen im Ries. Der religöse Alltag wird mit Objekten und Leihgaben aller Art wie Rosenkranz, Lutherbibel und Schutzengelbilder veranschaulicht.“
Detaillierte Informationen zu den aufgeführten und weiteren Veranstaltungen der Museen des Berzirk Schwaben können aus dem neu erschienenen Jahresprogramm 2012 entnommen werden. Es ist kostenlos unter Telefon 0821/31 01-386 oder per E-Mail oeffentlichkeitsarbeit@bezirk-schwaben.de erhältlich.
Während der Pressekonferenz stellte Reichert zudem die neu beschlossenen „Richtlinien zur Theater- und Musikförderung des Bezirks Schwaben“ vor.
70 000 Euro stehen für beide Projekte zur Verfügung. Die förderfähigen Projekte werdem mit bis zu 20 Prozent der Projektkosten bezuschusst, höchstens jedoch mit einem Betrag von 5000 Euro.
Förderfähig sind sogenannte „Leuchtturmprojekte“, die eine gesamtschwäbische Bedeutung aufweisen, regionale Musikprojekte und musikalische Projekte, die einen besonderen innovativen Charakter aufweisen. Dazu Theaterprojekte, die sich inhaltlich an Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderung richten, beziehungsweise diese aktiv einbinden, Theaterprojekte die sich mit dem Thema „Integration“ oder „Gewalt- und Suchtprävention“ befassen sowie Mundarttheater.
Kommerzielle Projekte oder Veranstaltungen, die auf eine Gewinnerzielung abzielen, sind von der Förderungen ausgeschlossen. Die Zuschüsse werden ausschließlich an natürliche Personen, die im Bezirk Schwaben wohnhaft sind, juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts, die vorwiegend gemeinnützige Zwecke verfolgen und ihren Sitz in Schwaben haben vergeben.
Die gesamten Richtlinien und alle relevanten Informationen können beim Bezirk Schwaben angefordert werden und sind demnächst unter www.bezirk-schwaben.de abrufbar.
Abschließend informierte Reichert: „Der Bezirkshaushalt für Museen in eigener Trägerschaft beliefen sich 2011 auf 3 339 600 Millionen Euro, das entspricht etwas mehr als der Hälfte des Kulturetats von 7 703 700 Millionen Euro.










