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Unterthürheim

Nazis im Jugendzentrum Buttenwiesen?


Junge dunkelhäutige Mutter verlässt Dorf aus Angst vor rechter Gewalt

Bürger von Unterthürheim sind entsetzt, dass das Haus einer jungen dunkelhäutigen Frau mit Eiern beworfen wurde. Im Gespräch mit der StaZ wollen die Bürger aber ihre Namen nicht preisgeben - aus Angst. Die attackierte Frau hatte Bürgermeister Beutmiller um Hilfe gebeten, doch der verwies sie an die Polizei.

  • Eine junge Mutter (33) mit dunkler Hautfarbe zog weg aus Unterthürheim. Sie hatte Angst vor rechter Gewalt. Jugendliche hatten sie beschimpft und unter anderem "Sieg Heil" und "Rassenschande" vor ihrem Haus geschrieen.
    Foto: S.Hofschlaeger / pixelio.de
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Der Ort wirkt friedlich und verschlafen. Kaum vorstellbar, dass hier eine Mutter von mehreren rechtsradikalen Jugendlichen angegriffen wurde und dann kapitulierte und in einen anderen Ort zog. Wie berichtet, wurde die dunkelhäutige 33-jährige Mutter zweier Kinder nicht nur verbal als „Rassenschande des Dorfes“ bezeichnet, sondern musste auch zusehen, wie ihr Haus mit Steinen und Eiern beworfen wurde. Und trotz der Vorsprache bei Gemeinde und Polizei nahm man sich des Problems nicht an. Die Gemeinde verwies die junge Frau an die Polizei. Diese versprach, mit dem Rädelsführer Kontakt aufzunehmen. Ob das geschehen ist, ist nicht bekannt. Inzwischen wurden weitere Vorfälle bekannt, in die  ein 17-jähriger aus Unterthürheim verwickelt sein soll. Aufgrund laufender Ermittlungen kann die Polizei hierzu jedoch keine Auskünfte erteilen.

Passanten auf der Straße zeigen sich von dem Vorfall schockiert. „Wir haben das erst aus der Zeitung erfahren“ so eine junge Mutter aus dem Nachbardorf Buttenwiesen, die jedoch aus Angst nicht namentlich genannt werden möchte. Sie kann es sich nicht vorstellen, dass die Nachbarn nichts mitbekommen haben, als rund 15 Jugendliche vor dem Haus, dass die 33-Jährige früher bewohnte,  zum „Hitlergruß“ aufmarschierten. Auffällig ist, dass die Fotoaufnahmen vom Haus des Opfers zwar von Nachbarn beobachtet werden, beim Klingeln an deren Haustüren aber niemand öffnet. Warum? Haben die Nachbarn Angst vor unangenehmen Fragen?  


Auf die Berichterstattung der StadtZeitung hin meldeten sich viele Menschen über Online-Plattformen, die sich ebenfalls schockiert zeigen. „Das brave, biedere, schwäbische Hinterland ist voll von Nazis aller Altersklassen, aber es scheint, als ob sie dort mehr als nur geduldet sind“ schreibt ein Leser. Der Unterthürheimer Jürgen Mayershofer sieht die Sache ähnlich: „Das Thema darf nicht mehr von der Bildfläche verschwinden.“ Mayershofer wohnt nur rund 200 Meter von dem Haus entfernt, in dem die junge Frau bis November 2011 gelebt hat. Auch er kann sich nicht vorstellen, dass niemand etwas von den Vorfällen mitbekommen hat. Und er ist sehr verwundert darüber, dass bislang kein Vertreter eines Unterthürheimer Vereins nach der umfassenden Berichterstattung klar Stellung bezogen hat. „Wenn sonst eine Katze im Nachbarort überfahren wird, dann weiß das am nächsten Tag jeder“. Er wünscht sich, dass die lokalen Vereine ein deutliches Zeichen gegen rechte Strömungen setzen.

Auch Norbert Beutmiller, Bürgermeister der Großgemeinde Buttenwiesen, beklagt die mangelnde Zivilcourage in der Bevölkerung. Dennoch warnt er vor einer Pauschalverurteilung der Jugendlichen. „Es kann nicht sein, dass aufgrund einer Einzeltat jetzt alle Jugendlichen in Verruf gebracht wird.“ Er räumt jedoch ein, damals von der Frau, die in der Gemeinde vorstellig geworden war, gewusst zu haben. Er habe damals auch den Gemeinderat informiert. Aktiv handeln als Bürgermeister oder Gemeinderat hält Beutmiller jedoch für problematisch, wenn keine Anzeige bei der Polizei eingegangen ist. 

Das sieht Mayershofer anders: „Es wäre Aufgabe der Polizei, hier selbstständig in Gang zu kommen.“ Mayershofer selbst hat am vergangenen Wochenende Anzeige wegen „rechtsradikaler Gewalt“ erstattet. Vorausgegangen war in der Nacht von Donnerstag auf Freitag eine Serie von Vandalismus an mehreren Stellen im Ort. Dabei kamen Scheiben zu Bruch, die Täter sind bereits gefasst.

Wie die StadtZeitung bei ihrer Recherche erfuhr,  genießt das Jugendzentrum in Buttenwiesen bei einigen Jugendlichen aus Wertingen den zweifelhaften Ruf eines Treffpunkts, in dem auch rechtsradikale Jugendliche verkehren. Einem Jugendlichen wurde deshalb von den Verantwortlichen bereits Hausverbot erteilt. Deshalb will Beutmiller jetzt auch eine vorübergehende Schließung des Jugendzentrums erwirken.  

Der Bürgermeister sorgt sich jetzt um den Ruf der Gemeinde. „Wir haben einen Jugendlichen, der dem Image der Gemeinde schädigt.“  Seiner Meinung nacht hat die Gemeinde alles in der Macht stehende unternommen.  „Wir Bürgermeister und Gemeinderäte stehen jetzt am Pranger und werden für etwas zur Rechenschaft gezogen, für das wir nichts können.“ Und abschließend erzählt Beutmiller, selbst schon Zielscheibe von Anfeindungen auf einem Fest geworden zu sein. Als „unerwünschte Person“ wurde der Bürgermeister damals tituliert. Anscheinend kamen die Anfeindungen von Personen, die ebenfalls bestimmten rechten Parteien zuzuordnen sind.

01.02.2012 | 13:38 Uhr - von fwo/ab

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Betreff: Lüge??? vom 18.02.2012 23:16

traurigaberwahr schrieb:

das ganze Dorf hat weg gesehen, das ganze Unterthürheim gehört an den Pranger gestellt und ein solcher Bürgermeister ist kein Bürgermeister, sondern ein Meister des widersprechen´s und sowas gehört weg,
man sieht mal wieder wie scheinheilig die Menschen sein können, keiner hat was bemerkt und das war doch alles nur harmlos........... und dann noch Sonntags fleißig in die Kirche springen.......ich bin empört und habe eine Wut auf das ganze Dorf.............
(0)


Betreff: Lüge! vom 05.02.2012 11:33

Abus schrieb:

Alles nur gelogen!
Es waren 15 Leute aus dem Jugendzentrum Buttenwiesen die das Haus mit Eiern beworfen haben
(0)


Betreff: Lüge vom 03.02.2012 13:26

unbekannt schrieb:

Es ist alles ein schwindel es handelt sich alles nur um eine person. Das Jugendzentrum Buttenwiesen kann nichts dafür !
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