Quietschvergnügt und bunt
Närrischer Nachwuchs trumpft im Jubiläumsjahr mächtig auf.
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Quietschvergnügt und bunt
Die Heinzelmännchen setzten sich augenzwinkernd mit dem großen Bauloch in der Gersthofer Innenstadt auseinander.Foto: spr -
Quietschvergnügt und bunt
Die Mini-Blasharmoniker zeigten ihre Vorstellungen von einem modernen Schulunterricht.spr -
Quietschvergnügt und bunt
Die Akrobatikgruppe des TSV Firnhaberau mixte Fantasie und Können zu einer turnerischen Glanzleistung.spr -
Quietschvergnügt und bunt
Die Kleinen hatten ihren Spaß an den Darbietungen auf der Kinder-Kol-La-Bühne.spr -
Quietschvergnügt und bunt
Der Chor der Sing- und Musikschule Gersthofen im Piratenlook. Sein Beitrag führte „auf hoher See“.spr
Mit flotten Sprüchen und spritzigen Tänzen, Akrobatik, Witz und Temperament zeigten die Kleinen eindrucksvoll ihre närrische Größe. Doch zunächst, wie bei der „großen“ Kol-La, eine Wachablösung: Sitzungspräsidentin Sabrina Kamm gab nach sechsjähriger Tätigkeit ihr Amt an Franziska Harle ab, die anschließend gekonnt und locker durchs Programm führte.
Und das konnte sich mehr als nur sehen lassen. Spielleiterin Gabi Niggl und ihr Team stellten erneut eine unglaublich launige Vielfalt auf die Bühne, bei der Langeweile ein Fremdwort war. Gleich eingangs servierte die Jugendblaskapelle BaHiGa heiße Rhythmen, die in die Beine gingen. Die Mädels der klassischen Faschingsgarde ließen mit Spagat und Radschlagen das Stimmungsbarometer weiter nach oben schnellen. Elias Rogg – gerade mal fünf Jahre alt – präsentierte sich in der Nachfolge von Moritz Lamprecht als neues Kol-La-Männchen. Mit seiner frech-süßen Begrüßung gewann er sogleich die Herzen des Publikums. Ebenso wie Giusi Martire. Als Sahnetörtchen überreichte sie „zuckersüß“ den Bühnenaktiven Orden, Blumen und Geschenke.
Danach entfachte der Narrennachwuchs ein fulminantes Bühnenfeuerwerk. Die Little Magics warben mit viel tänzerischen Elan für den Standort Gersthofen als Fußball-Fanmeile. Sieben Heinzelmännchen thematisierten in ihrer Darbietung das große Bauloch in der Innenstadt. Sie entdeckten darin ein mächtiges Echo, das sich ungewöhnlich gut mit der örtlichen Rathauspolitik auskannte.
Das zipfelmützenbehütete Septett schlug schließlich vor, das Loch zuzuschütten, damit das Kriegsbeil zwischen den Kontrahenten Jürgen Schantin und Siegfried Deffner begraben werden könne. Dann kehre wieder Ruhe in der Stadt ein, so das Credo. „Ach Ruhe“, stöhnte einer. „Dann ist es doch wieder so langweilig.“
Die Truppe aus dem Ulrichskindergarten brachte mit viel Hula-Hula einen Schuss Exotik auf die Bühne. In die Ferne schweifte auch der Kolping-Hort. Er zauberte mit Miriam Makebas „Pata Pata“ afrikanisches Lebensgefühl. Humorvoll demonstrierten die Mini-Blasharmoniker ihre Einstellung zur Schule und skandierten: „Hurra, hurra! Die Schule brennt!“. Der Chor der Sing- und Musikschule erzählte und sang vom Piratenalltag „auf hoher See“, von Schatzsuche und tollkühnen Schiffseroberungen. Eine Augenweide bot die Akrobatikgruppe des TSV Firnhaberau. Sie ließ sich in ihren Kostümen von James Camerons Kino-Blockbuster „Avatar“ beeinflussen und zauberte fantastische Pyramiden und turnerische Glanzleistungen. Kaum weniger unterhaltsamer und spektakulärer als die Filmversion.
Ihr Können stellten auch die Klamaukturner des TSV Gersthofen eindrucksvoll unter Beweis. Im Piratenlook heizten sie mit waghalsigen Sprüngen ein. Dem stand die TSV-Jazzdance-Gruppe in nichts nach. Toll in Szene setzten sich einmal mehr die Rope Skipper der TSG Hochzoll.
Aber auch die Sprechnummern glänzten. So hatte der große Zauberer Udini die Lacher auf seiner Seite. Er musste sich bei seinen Tricks immer mit seinen Assistenten Hinze und Kunze rumärgern. Skurril auch der Beitrag „An der Raststätte“. Hier wurden bunte Charaktere – von der Schicki-Micki-Familie bis hin zur Biker-Braut in Leder – gehörig durch den Kakao gezogen. Viel zum Schmunzeln gab es beim neuen TV-Format „Gersthofens next Top-Trottel“. Dabei hatten sich die vier Schönheiten doch für die Casting-Show „Germanys next Top-Model“ herausgeputzt. Die Lehre: von Top-Model zu Top-Trottel ist es scheinbar kein weiter Schritt.
Die Faschingsgesellschaft Lechana sorgte mit ihrer fantastischen Bühnenshow für ein furioses Finale. Schließlich mobilisierten die Aktiven noch einmal alle Kräfte und verabschiedeten sich mit einer geballten Ladung Kreativität und Spaß.










