Wo Birken Gefahren bewirken
„Ich bin auf diesem Gebiet kein Fachmann, die Angelegenheit fällt auch nicht in meinen Zuständigkeitsbereich, somit kann ich nur auf die Einschätzung des Staatlichen Bauamts vertrauen, die für die Staatsstraße zuständig ist“, so Wendel. Allerdings ist auch er sich sicher, dass etwas getan werden müsse, denn jegliche Verkehrsgefährdung sei zu vermeiden. „Was ist los, wenn ein Ast auf die Straße fällt oder gar ein Baum umstürzt? An einer Staatstraße darf dies keinesfalls passieren, deshalb muss hier dringend eingeschritten werden.“
Die Staatsstraße führt durch die Gemeinde Aystetten in Richtung Adelsried. Am Ende des Ortes befindet sich rechts und links der Staatsstraße ein Hohlweg mit Böschungen, auf welchen sich im Laufe der Jahre Fichten und Birken durch Wildwuchs angesiedelt haben. Fichten und Birken seien aber nicht als Straßenbäume geeignet, da diese viel zu flache Wurzeln haben, so das Staatliche Bauamt. Somit könne von diesen Bäumen durchaus eine Verkehrsgefährdung ausgehen.
Bilder vom Zustand des Baumbestands an der Staatsstraße bei Aystetten, die dem Bürgermeister vom Staatlichen Bauamt übermittelt wurden, sprechen Bände. Pilze haben sich auf den Bäumen angesiedelt und diese geschwächt, Risse in Astgabelungen können dazu führen, dass Äste bei Eindringen oder gar Gefrieren von Wasser abreißen. Schräg in die Straße ragende Bäume machen klar, dass Gefahr besteht und dringend gehandelt werden muss.
„Es wurde hier jahrelang nichts getan. Dass nun die Maßnahmen größer ausfallen, als wenn regelmäßig gepflegt worden wäre, dürfte klar sein“, so der Bürgermeister. „Wir sind von gesetzlicher Seite her zur Verkehrssicherung verpflichtet“, erklärt Neumayer und stellt Sicherheit an die erste Stelle.
Während die großen Eichen entlang der Straße – bis auf zwei, sich in äußerst schlechtem Zustand befinden – bleiben werden, müssen rund 80 Birken und Fichten, und damit ein großer Teil des Wildwuchses, gefällt werden. Die Bäume aber, die eine gewisse Qualität aufweisen, und auch genügend Abstand zur Fahrbahn haben, sollen erhalten bleiben.
Peter Neumayer vom Staatlichen Bauamt versteht die Aufregung der Aystetter Bevölkerung nicht ganz. „Es handelt sich um ganz normale Pflegemaßnahmen, die für Verkehrssicherheit sorgen sollen. Wie aufgeregt wären die Kritiker wohl, wenn nur ein Ast auf ein Auto fallen und daran Schaden anrichten würde – von einem Personenschaden möchte ich gar nicht sprechen.“
Das Staatliche Bauamt hat 30 Fotos vom Zustand des Baumbestands an der Staatsstraße bei Aystetten gemacht. „Ich nehme an, dass die Kritiker der Pflegemaßnahmen diese Schäden nicht gesehen haben“, so Neumayer. Einbezogen in die Maßnahmen wurde von Anfang an auch die Untere Naturschutzbehörde, die sich ebenfalls auf das Urteil des Staatlichen Straßenbauamts verlässt. Bis Ende Februar muss die Sanierungsmaßnahme beendet sein. Dies ist wegen der dann beginnenden Vogelbrut gesetzlich vorgeschrieben.










