Die Radler sind verärgert über Bischof Zdarsa
Verband kritisiert „autofreundliche Äußerungen“ des Bischofs
ECF-Präsident Manfred Neun fordert Zdarsa auf, keiner „autozentrierten Gesellschaft“ das Wort zu reden sondern lieber „als Vorbild an Nachhaltigkeit“ zu fungieren und „einen Beitrag zur Lösung globaler Probleme“ zu leisten. Neun legt dem Bischof ans Herz, seine Äußerungen „ganz einfach zu löschen, zurückzunehmen“.
Zdarsa hatte argumentiert, wenn Menschen heutzutage für drei Schrauben zum Baumarkt fahren würden, dann könnten sie auch sonntags zu einer weiter entfernte Kirche kommen. Damit wollte er wohl die Zusammenlegung von Kirchengemeinden rechtfertigen, die Gläubige dazu bringt, für den Gottesdienstbesuch weite Wege in Kauf zu nehmen – für die sie ein Auto benötigen.
Neun verweist in seinem Brief auf den positiven Trend, dass immer mehr junge Leute von sich aus auf das Auto verzichten. „Dabei geht es ganz offensichtlich nicht nur um Alltagspragmatik und steigendes Umweltbewusstsein, sondern um neue Normalität und um junge Werte. Eine Kirche, die dies übersieht, kann ich mir nicht vorstellen.“
Mit Äußerungen wie dieser konterkariere die katholische Kirche das wachsende Umweltbewusstsein der Gesellschaft.











