Augsburg/Mainz
FCA - Nullnummer gegen den „Karnevalsverein“
Der FC Augsburg verlor am 4. Spieltag sein Auswärtsspiel beim FSV Mainz 05 mit 0:2
Mit wieder mehr Selbstvertrauen im Gepäck fuhr der FCA-Tross nach dem ersten Punktgewinn gegen den VfL Wolfsburg am vergangenen Spieltag nach Mainz. In bester Erinnerung war auch noch der Vorjahressieg, als Jan-Ingwer Callsen-Bracker in der letzten Minute einen Elfmeter verwandelte – damals der erste Saisonsieg, der dem FCA Auftrieb gab. Doch dieses Mal gab es nach Spielschluss nichts zu feiern, denn die Elf von Markus Weinzierl musste sich den 05ern geschlagen geben.
In der Coface-Arena legte Mainz furios los, doch zunächst gab es gegen eine stabile FCA-Abwehr kein Durchkommen, bis zur 10. Minute, als ein kurioses Tor die Hausherren in Front brachte: Eine Flanke von Eric-Maxim Choupo-Moting wollte FCA-Innenverteidiger Sebastian Langkamp aus der Gefahrenzone klären, schoss das Leder jedoch unglücklich gegen das Knie von Andreas Ivanschitz. Der Ball trudelte unhaltbar für Mohammed Amsif ins Tor.
Dieses „Zufallstor“ brachte den FCA völlig aus dem Konzept und Mainz blieb weiter am Drücker. Gegen verunsicherte Gäste erarbeitete sich das Team von Thomas Tuchel viele Chancen, so dass das zweite Tor nur eine Frage der Zeit zu sein schien. Nachdem Langkamp (15.) und Amsif (16.) noch zweimal klären konnten, war der FCA-Schlussmann gegen den Versuch von Adam Szalai (25.) machtlos. Der Ungar narrte im Strafraum drei Abwehrspieler und vollendete zum 2:0 für den FSV.
Danach beruhigte Mainz das Spiel und der Druck auf das Augsburger Tor ließ nach, aber mit Kontern und Standardsituation blieben die Gastgeber stets gefährlich. Vom FCA war nicht viel zu sehen, in der Offensive waren die Gäste völlig harmlos. Daran konnte auch ein Schuss von Oehrl (39.), den Christian Wetklo problemlos parierte, nichts ändern. Zum Glück für die Fuggerstädter vergaben die Mainzer noch einige Möglichkeiten – so krachte ein Kopfball von Nico Bungert an die Querlatte (42.) – und so ging es mit einer verdienten Führung für die Tuchel-Elf in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel konzentrierte sich Mainz darauf, den Vorsprung zu verwalten und ließ die Gäste kommen, die von nun an schwungvoller und zielstrebiger agierten. Vor allem mit der Einwechslung von Bancé wollte Weinzierl ein Zeichen Richtung Aufholjagd setzen – der Angreifer aus Burkina Faso scheiterte fast mit seinem ersten Ballkontakt an Wetklo (59.). In der Folge mangelte es dem FCA nicht an Chancen, doch die Lechstädter zeigten im Abschluss wie so oft in der noch jungen Saison Schwächen. Jedoch fehlt dem FCA auch das Quäntchen Glück, denn Oehrl setzte einen Kopfball ans Gehäuse (73.).
Dass der Mainzer Sieg nicht noch höher ausfiel, lag an Keeper Amsif, der einige Male glänzend reagierte und einen Alleingang von Szalai (78.) vereitelte. So wartet der FC Augsburg weiter auf den ersten Sieg. Mittelfeldspieler Daniel Baier wollte diese Niederlage dann auch nicht überbewerten: „Das glückliche 1:0 der Mainzer hat uns erst einmal aus der Bahn geworfen. Ich denke aber, dass wir in der zweiten Hälfte ordentlich gespielt haben, Mainz hat allerdings das Ergebnis zum Schluss ruhig verwaltet. Wir werden aber die Ruhe bewahren und den Weg gemeinsam auch mit unseren Fans gehen. Wir sind von uns überzeugt, dass wir auch wieder erfolgreich spielen werden. Wir müssen einfach den Anschlusstreffer machen, dann geht hier auch in den letzten 20 Minuten noch was.“
Bereits am Mittwoch, 26. September, um 20 Uhr gibt Bayer 04 Leverkusen seine Visitenkarte in der SGL-Arena ab. Die nächste Chance auf den ersten „Dreier“.
24.09.2012 | 12:00 Uhr - von Christian Kopina
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