Augsburg
Friedenspreis für die Friedensstadt
OB Kurt Gribl nimmt koreanische Auszeichnung entgegen
Mit einer Zeremonie in der Festhalle der Manhae-Stiftung in der südkoreanischen Provinz Ganwon-do ist die Stadt Augsburg am Sonntag mit dem 16. Manhae-Friedenspreis ausgezeichnet worden.
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Die Preisträger des Manhae-Friedenspreises 2012 (von links): OB Kurt Gribl, Otani Monshu Koshin, Minister für Buddhismus der Landesregierung von Uttarakhand/Nordindien, René Dupont, Altbischof der südkoreanischen Diözese Andong, Song Wol Joo, Präsident der Vereinigung »Gute Hände«, Aki Ra, kambodschanischer Friedensaktivist, Souad Mohammed Al Sabah, kuwaitischer Dichter, Kim Jay Hong,ehemaliger Literaturprofessor an der Kyung Hee Universität/Südkorea.Foto: Peter Grab
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Vor rund 1000 geladenen Gästen – darunter eine Vielzahl buddhistischer Mönche sowie Vertreter der südkoreanischen Regierung – erhielt OB Kurt Gribl den Friedenspreis der Manhae-Stiftung. Die Laudatio auf Augsburg und den OB hielt Chunsuk Kang, Verleger einer Medienfirma in Seoul. Die Gesamtlaudatio auf alle sieben Preisträger, die in diesem Jahr ausgezeichnet wurden, hielt der Leiter der Manhae-Stiftung und oberster Priester des Jogye-Ordens Abt Jaseung.
„Der Manhae-Preis ist eine Auszeichnung, bei der man spürt, dass sie auch bei der Bevölkerung Südkoreas in hohem Maß beachtet und anerkannt wird“, zeigte sich OB Gribl beeindruckt von der Atmosphäre der Preisverleihung in Korea.
Augsburg erhält den Preis, der mit 25 000 Euro dotiert ist, für die vorbildliche Gestaltung des interreligiösen Dialogs und das damit verbundene beispielhafte Engagement für ein friedliches Zusammenleben der Augsburger Bevölkerung in ihrer vielkulturellen Stadt.
„Es ist ein Preis, der den Einsatz der Augsburger Bürger für Frieden und Ausgleich zwischen den Religionen würdigt. Augsburg kann auf diesen Preis und mit allen damit verbundenen Werten wirklich stolz sein“, sagte OB Gribl nach der Verleihungszeremonie.
Der Manhae-Friedenspreis
Manhae (1879 bis 1944) wurde mit 26 Jahren im Baekdamsa-Tempel (Provinz Gangwon) zum buddhistischen Mönch geweiht und nahm den Namen Han Young-un an. Den Namen Manhae verwendete er als literarisches Pseudonym. Manhae war eine führende Figur im passiven Widerstand gegen den wachsenden Einfluss des japanischen Kaiserhauses in Korea und die japanische Besatzungsmacht von 1905 bis 1945. In der Auseinandersetzung um die koreanische Unabhängigkeit wurde er 1919 verhaftet. Doch selbst drei Jahre Gefängnis und Folter konnten seinen Widerstand nicht brechen. Vor allem durch sein literarisches Werk, das sich mit Liebe, Natur aber auch Nationalismus auseinandersetzte, gab Manhae dem koreanischen Volk Hoffnung.
Auf dieser Basis wurde in Verbindung mit dem Wunsch für ein besseres Verständnis und der stärkeren Verbreitung dieses Gedankenguts 1996 die Manhae-Stiftung gegründet. Sie verleiht jedes Jahr den Manhae-Friedenspreis. Zu den Preisträgern zählen auch Nelson Mandela und der Dalai Lama.
13.08.2012 | 11:26 Uhr - von pm
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