Misslungene Werbung: Regio Tourismusgesellschaft präsentiert neuen Videoclip
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Misslungene Werbung: Regio Tourismusgesellschaft präsentiert neuen Videoclip
Posen für das neue Augsburg-Video (von links): Tourismusdirektor Götz Beck, Wettbewerb-Teilnehmer Wolfgang Hockenmaier, Gewinner Thomas Mutter, Musiker Gerald Seckler und die Teilnehmer Ferenc Horvath und Taha Cakmak.Foto: Annette Liebmann
Eins gleich vorneweg: Wirklich viel Spielraum hatten die Filmmacher nicht – der Clip sollte nur drei Minuten lang sein und zum Song von Gerhard Seckler „Augsburg, let’s go“ passen. Forsche Punkrock-Töne mit Bildern zu unterlegen macht offensichtlich nicht sonderlich kreativ, und so kamen drei der insgesamt nur fünf Bewerber auf die Idee, entweder aus dem Auto heraus zu filmen oder fahrende Autos zu filmen, im Zeitraffer natürlich.
Der Song ist zwar schnell und fetzig, der Text trotz seiner Viersprachigkeit – Deutsch, Englisch, Französisch und Latein – einfach verständlich, peinlich wird es allerdings, wenn man genauer hinhört: Warum singt der Laienchor eigentlich „Augschburg“? „Es sollte so klingen wie im Stadion“, erläutert Seckler. Leider hört es sich mehr nach abgehacktem Stammtisch-Gegröle an.
Die originellste Einsendung war ein Clip über das Kulturleben in Augsburg. Taha Cakmak sprach mit Künstlern, filmte Skater in einem Parkhaus, die Augsburg-Blume und schöne und unschöne Ecken der Stadt und ließ Künstler Peter Lochmüller am Ende zu dem Schluss kommen, „es ist alles ok so, wie es ist“. Für seine laut Jury „eigenwillige Interpretation des Themas“ landete er auf Platz 5.
In seinem Beitrag blödelt sich der Unterhaltungskünstler Fabio Esposito durch die Puppenkiste, durch den Eiskanal und die Stadtmauer – wie gewünscht witzig-frech und ein Riesenklamauk, der aber nur auf den vierten Platz kam. Statt eines dritten Platzes teilen sich zwei Filmemacher den Platz zwei. Ferenc Horvath zeigt das junge Augsburg, besucht das Modular, ein Konzert, eine Disco und Grafitti-Wände. Wolfgang Hockenmaier präsentiert zum Schwaben-Punk klassische Stadtansichten. Platz eins ist so eine Mischung aus allem: Sehenswürdigkeiten, eine Fahrt im Zeitraffer und vor allem Gerhard Seckler mit Band, wie er „Augschburg“ singt.
Schade eigentlich. In einer Universitätsstadt hätte so viel mehr dabei herauskommen können – doch offensichtlich hatte es die Regio versäumt, den Wettbewerb an den Hochschulen bekannt zu machen. Auch die „Stoinernen Männer“ wären ein weitaus besseres Aushängeschild gewesen.
Der Siegerclip und ein professionelles Video sind ab sofort im Internet unter www.augsburg-tourismus.de/augsburg-video.html zu sehen.
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