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Augsburg

Neue Angst um die Stabi


Freistaat plant Erweiterungsbau, doch die Grundstücksfrage ist noch nicht geklärt


Die Initiative Staats- und Stadtbibliothek befürchtet neuen Ärger um die Stabi: Der geplante Erweiterungsbau ist in Gefahr. Die Stadt, die dafür dem Freistaat ein Grundstück zur Verfügung stellen muss, hat einen anderen Ort für einen Neubau ins Gespräch gebracht.

  • Die Staats- und Stadtbibliothek benötigt dringend einen Erweiterungsbau. Doch auf das dahinter liegende Grundstück hat auch das Maria-Theresia-Gymnasium Anspruch.
    Foto: Archiv
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Eigentlich hätte die Staats-und Stadtbibliothek schon zum 1. September in die Hände des Freistaats übergehen sollen. Doch es wird wohl noch bis Anfang nächsten Jahres dauern, denn zuvor müssen die Verträge unterschriftsreif sein. Vor allem in Grundstücksfragen gab es wohl zuletzt Probleme – die Frage ist, wo ein Erweiterungsbau stehen soll und wie viel Platz er braucht.

Nach ihrer Übernahme wird die Stabi „Staatsbibliothek Augsburg“ heißen. Der Freistaat übernimmt das Personal. Schon jetzt liegt offensichtlich eine von der Regierung von Schwaben genehmigte Planung vor, nach der das Haus generalsaniert und das Dachgeschoss ausgebaut werden soll. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf vier bis fünf Millionen Euro.

Als nächsten Schritt erwägt der Freistaat einen Erweiterungsbau. Dafür solle die Stadt ein Grundstück zur Verfügung stellen. Ursprünglich vorgesehen war der Platz hinter der Stabi, auf dem Areal der Alten Stadtbücherei. Doch dann meldete sich das benachbarte Maria-Theresia-Gymnasium (MTG) zu Wort: Auch es leidet unter Raumnot – und pocht auf ältere Rechte. Finanzreferent Hermann Weber brachte sofort einen neuen Standort für den Erweiterungsbau ins Gespräch. Rückendeckung erhält das MTG auch von der SPD, die fordert, die Belange des Gymnasiums zu wahren. Durch die Verlagerung der Stadtbücherei sei „die Jahrhundertchance“ entstanden, endlich das Gymnasium zu erweitern. Dadurch könne vor allem den Ganztagsschülern mehr Platz geboten werden.

„Ein Fiasko für die Bibliothek zeichnet sich ab“, glaubt Helmut Zäh von der Initiative Staats- und Stadtbibliothek. „Statt eines direkt mit dem Altbau verbundenen Erweiterungsbaus, in dem nicht nur der Zuwachs an neuen Büchern, sondern auch je nach Planung etwa der Lesesaal oder die Ausleihe Platz gefunden hätten, bekommt die Stabi womöglich ein weit entferntes Außenmagazin, das nur Nachteile und zusätzliche Kosten mit sich bringt.“ Zudem müsse der Altbau mit erhöhtem finanziellen Aufwand in die Lage versetzt werden, allen Anforderungen an eine moderne Bibliothek gerecht zu werden. Würde sich ein Neubau angliedern, könnten kostengünstig bestimmte Funktionen in diesen verlagert werden.

Sollte die Stadt dem Freistaat wirklich nur ein entferntes Grundstück anbieten wollen, so wäre das für die Stabi „eine Katastrophe“, sagt Zäh. Damit wäre auch die benutzerfreundliche Sofortausleihe beendet, weil die Bücher vorbestellt und mit zusätzlichem Kostenaufwand aus dem Außenmagazin geholt werden müssten.
Zäh fordert, die Interessen der Bibliothek und des Gymnasiums nicht gegeneinander auszuspielen. Dem Gymnasium drohe durch den Bibliotheksbau keine Gefahr – im Gegenteil: „Er eröffnet vielfältige Kooperationsmöglichkeiten zum beiderseitigen Vorteil.“ Diese einmalige Chance gelte es zu ergreifen. Zäh befürchtet noch etwas Anderes: „Wenn die Stadt die Grundstücksfrage nicht klärt, verliert der Freistaat die Bereitschaft, etwas für die Stabi zu tun.“
05.09.2012 | 08:30 Uhr - von Annette Liebmann


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