Neues Gesicht für Augsburgs Läden
Während die Stadt die Fußgängerzone umgestaltet, erhält auch die City-Galerie einen neuen Anstrich
Die vergangenen Monate haben das Gesicht der Augsburger Innenstadt sowie der City-Galerie stark verändert. Es gibt gleich eine ganze Reihe neuer Läden, alte Geschäfte mussten schließen oder sind umgezogen. „Momentan sind wir sehr zufrieden mit der Auslastung, es gibt kaum große Leerstände“, sagt City-Manager Heinz Stinglwagner. „Wir haben viele Interessenten im Bereich Gastronomie und Handel. Es gibt eher zu viel Nachfrage und zu wenig Platz, was sehr schade ist.“
Die Mietpreise sind laut Stinglwagner „normal“ und nur angepasst an den Zuwachs, den Augsburg nun auch von Wohnungssuchenden aus München bekommt. „Jeder beschwert sich grundsätzlich über hohe Mieten. Ich finde nicht, dass sie zu hoch sind“, sagt der City-Manager.
Trotz höherer Ladenmieten hat sich die Geschäftswelt in der Fuggerstadt verändert. Das Bekleidungsgeschäft Peek & Cloppenburg zieht in das ehemalige Woolworth-Gebäude in der Annastraße. Weitere Veränderungen: • Philippine-Welser-Straße: Hier ist das Modehaus „Kaufrausch“, das hochwertige Damenbekleidung anbietet, hingezogen. Seit längerer Zeit ist nun auch der Mobilfunkanbieter „mobilcom-debitel“ dort ansässig. • Annastraße: Die Modeketten „Vero-Moda“ und „Jack & Jones“ haben vergangenen Sommer Einzug in die ehemalige „Mexx“-Filiale gehalten. Ebenfalls neu ist der „Bubble-Tea“-Laden sowie die neu gestaltete „Wicky“-Filiale, die im oberen Stockwerk jetzt auch Schuhe verkauft. „Spielwaren Hartmann“, der schon seit einigen Jahren zur Drogeriemarktkette Müller gehörte, hat geschlossen; Spielzeug gibt es in der Müller-Filiale in der Annastraße. In das Gebäude am Rathausplatz zieht das Möbelhaus „BoConcept“ ein. Das Café Platsch steht schon seit längerer Zeit leer und ist bisher noch ohne Interessenten.
Mit dem Auslaufen der Mietverträge und dem zehnjährigen Bestehen erhält auch die City-Galerie ein neues Gesicht. Etwa drei Viertel der 100 Geschäfte werden neu gestaltet. Seit Anfang vergangenen Jahres die Umbaumaßnahmen begonnen haben, sind bereits 40 Läden neu gestaltet. Bis Oktober dieses Jahres sollen noch mehr als 20 Läden folgen. „Es ist wie eine Operation am offenen Herzen“, sagt der Leiter der City-Galerie Torsten Keller, denn die Kunden sollen von alledem nichts mitbekommen.
Etwa sechs Wochen braucht es, bis ein Laden mit einer Fläche von 100 bis 300 Quadratmetern umgebaut ist. Der Ausbau nimmt vier Wochen, der Einbau der neuen Ladeneinrichtung weitere zwei Wochen in Anspruch. Der Umbau selbst findet hinter einer Wand statt. „Die Kunden sehen keinen Staub oder irgendwelche Arbeiter“, sagt Keller. Überhaupt werden laute Arbeiten nur nachts durchgeführt. Zum Konzept gehört es, den Umbau so in die Länge zu ziehen, dass nicht zu viele Baustellen gleichzeitig entstehen.
Neu in der City-Galerie ist der „Apple Store“, der seit seiner Eröffnung viele Menschen angezogen hat. Im ersten Stock sind die Modemarken „Bench“, „G-Star“ und das Modehaus „Camp David“ eingezogen. Die Telekom zieht um und vergrößert ihre Einkaufsfläche. Der Juwelier „Christ“ eröffnet neu, und „New Yorker“, der vom ersten Stock ins Erdgeschoss umgezogen ist, macht Platz für den Schuhladen „ShoeTown“. Die Modekette „Bonita“ befindet sich nun dort, wo einstmals eine „Tchibo“-Filiale war. Der Süßwarenhändler „Hussel“ hat sich vergrößert.
Veränderungen gibt es auch bei der Gastronomie in der City-Galerie. „Bisher war einfach zu wenig Angebot da“, meint Keller. Zwei Asiaten erweitern das Angebot: ein „Running-Sushi“ und das Restaurant „Cocos“.
Ende des Jahres, wenn der Umbau vorbei ist, wird sich die City-Galerie in neuem Glanze präsentieren. Und wenn erst die Fußgängerzone neu gepflastert ist – voraussichtlich Ende 2014 – wird das Bummeln in Augsburg wieder zu einer vergnüglichen Sache.










