Peter Grab geht gegen "Neue Szene" vor
Kulturreferent droht dem Stadtmagazin mit einer Unterlassungsklage. Es geht um Grabs Verbindung zu Ahmet Akcay.
Das Thema ist brisant, stehen doch die Vorwürfe im Raum, Grab wahre zu wenig Distanz zu nationalistischen türkischen Vereinigungen. SPD-Fraktionsvorsitzender Stefan Kiefer hatte bei der jüngsten Stadtratssitzung die Diskussion ins Rollen gebracht und eine regelrechte Lawine losgetreten. Sogar Peter Grabs Vater Hans Grab hatte sich in die Diskussion eingemischt und sich in einem Offenen Brief schützend vor seinen Sprössling gestellt. Die Kontakte des Kulturreferenten zu Akcay relativierte er, zufällige Treffen würden zu einer Freundschaft umgedichtet, so der Tenor des Briefes.
Der Artikel in der Neuen Szene zeichnet ein anderes Bild. So habe Peter Grab nachweislich eine Veranstaltung des „Türkisch-Islamischen Vereins Augsburg“ besucht. Dieser Verein werde aber den ultranationalistischen „Grauen Wölfen“ zugerechnet, schreibt die Neue Szene. Bei dieser Veranstaltung sei auch Akcay dabei gewesen. Dieser habe, auch als bereits Vorsitzender des Integrationsbeirats war, an Anti-Israel- und Anti-PKK-Demonstration teilgenommen – gemeinsam mit Anhängern der islamischen Vereinigung „Milli Görus“, die der Verfassungsschutz laut Neue Szene als antidemokratisch einstuft.
Was Grab nun mit seinem Vorgehen gegen die Neue Szene zu erreichen hofft, bleibt schleierhaft. Denn eigentlich kann er sich guten Gewissens öffentlich von jeglichen nationalistischen Umtrieben jedweder Vereine in Augsburg distanzieren – vorausgesetzt, Grab hat tatsächlich nichts von Akcays politischem Engagement gewusst.
Akcay selbst hat derzeit übrigens Ärger mit dem Staatsanwalt. Der ermittelt gegen ihn im Zusammenhang mit Schwarzarbeit.














