Augsburg
SPD und Linke verurteilen Schweigen der Stadt
"Demokratische Öffentlichkeit hat ein Recht auf Information"
SPD und Linke kritisieren das Vorgehen der Stadt, die die NPD-Kundgebung am Samstag in der Annastraße geheimgehalten hatte. In einem Dringlichkeitsantrag an OB Kurt Gribl fordert Die Linke, das Thema am Donnerstag im Stadtrat zur Sprache zu bringen.
"Die demokratische Öffentlichkeit hat ein Recht auf Information über rechtsradikale Aktivitäten", betont Florian Ritter, Fachsprecher der SPD-Fraktion zur Bekämpfung des Rechtsextremismus. Behörden und Polizei hätten sich damit keinen Gefallen getan, die rechten Kundgebungen in Augsburg und Landsberg zu verschweigen. "Wenn Nazis merken, dass sie in einer Kommune ungestört auftreten können, dann werden sie immer wieder kommen", glaubt er.
Ritter hebt die positiven Beispiele Wunsiedel, Gräfenberg und Dorfen hervor: Dort seien Kommunen und demokratische Öffentlichkeit "Hand in Hand für die Demokratie eingestanden". Die Aufmärsche rechter Gruppen hätten dort merklich nachgelassen oder seien gar zum Erliegen gekommen.
Auch Die Linke verurteilt das Vorgehen des Ordnungsreferenten und der Stadt. "Es wurde der Zivilgesellschaft in Augsburg bewusst eine Kundgebung von Neofaschisten verheimlicht. Damit sollte möglichst wenig Aufsehen erregt werden. Wir halten dieses Vorgehen für völlig falsch", kritisiert Stadtrat und Bundestagsabgeordneter Alexander Süßmair. "Faschisten darf man nicht ignorieren, sonder man muss ihnen mit allen Mitteln des demokratischen Staates und der Zivilgesellschaft entgegentreten!"
Durch das Schweigen der Stadt sei es der gesamten Stadtgesellschaft verwehrt gewesen, entsprechend zu reagieren, beispielsweise durch eine spontane Gegenkundgebung oder Mahnwache. Dass am selben Tag auch der „Karneval der Welten“ stattgefunden hatte, wertet Süßmair als "unglaubliche Provokation aller demokratischen Kräfte": "Während Menschen für Demokratie, Frieden und Toleranz warben und feierten, marschierten gleichzeitig ungestört Neofaschisten durch die Innenstadt und verbreiteten ihre menschenverachtende und demokratiefeindliche Ideologie. Das ist ein Skandal!"
Die Linke hat beantragt, den Vorfall am Donnerstag im Stadtrat zu behandeln.
Ritter hebt die positiven Beispiele Wunsiedel, Gräfenberg und Dorfen hervor: Dort seien Kommunen und demokratische Öffentlichkeit "Hand in Hand für die Demokratie eingestanden". Die Aufmärsche rechter Gruppen hätten dort merklich nachgelassen oder seien gar zum Erliegen gekommen.
Auch Die Linke verurteilt das Vorgehen des Ordnungsreferenten und der Stadt. "Es wurde der Zivilgesellschaft in Augsburg bewusst eine Kundgebung von Neofaschisten verheimlicht. Damit sollte möglichst wenig Aufsehen erregt werden. Wir halten dieses Vorgehen für völlig falsch", kritisiert Stadtrat und Bundestagsabgeordneter Alexander Süßmair. "Faschisten darf man nicht ignorieren, sonder man muss ihnen mit allen Mitteln des demokratischen Staates und der Zivilgesellschaft entgegentreten!"
Durch das Schweigen der Stadt sei es der gesamten Stadtgesellschaft verwehrt gewesen, entsprechend zu reagieren, beispielsweise durch eine spontane Gegenkundgebung oder Mahnwache. Dass am selben Tag auch der „Karneval der Welten“ stattgefunden hatte, wertet Süßmair als "unglaubliche Provokation aller demokratischen Kräfte": "Während Menschen für Demokratie, Frieden und Toleranz warben und feierten, marschierten gleichzeitig ungestört Neofaschisten durch die Innenstadt und verbreiteten ihre menschenverachtende und demokratiefeindliche Ideologie. Das ist ein Skandal!"
Die Linke hat beantragt, den Vorfall am Donnerstag im Stadtrat zu behandeln.
23.07.2012 | 16:55 Uhr - von la
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren
Sudetendeutscher Tag: Erinnerung an die Heimat
Es ist ein Kampf gegen das Vergessen und ein Kampf für die Versöhnung: Am Samstag und Sonntag trifft sich die Sudetendeutsche Volksgruppe zum 64. Sudetendeutschen Tag in der Augsburger Messe. Das Motto lautet „Zukunft braucht Heimat“. » mehr
Einzelhändler gehen auf die Straße
Im Zuge des Tarifkonflikts des bayerischen Einzel- und Großhandels legten gestern rund 70 Beschäftigte von H&M, Marktkauf, Obi, der Dehner Gartencenter und Angestellte im Großhandel ihre Arbeit nieder. Zum Streik aufgerufen hatte Ver.di. » mehr
Gasalarm am Hauptbahnhof
Mitten in der Nacht, gegen 1.15 Uhr, musste die Berufsfeuerwehr Augsburg ausrücken. In einem Restaurant am Bahnhof war bei Wartungsarbeiten an einer Kühlanlage ein Leck entstanden, Kühlmittel trat aus. » mehr
Ein grüner Rückzugsort
Wer mit der Linie 64 Richtung Oberhausen fährt, landet an der tristen Endhaltestelle Augsburg Nord. Die lärmende B17, ein überdimensionierter Park&Ride Platz und eine Sondermüllentsorungsanlage sind nicht weit. » mehr
Land der tausend Mühlen
Sagen, Märchen und Mythen ranken sich um sie und berühmte Werke wie „Krabat“ verdeutlichen die Mystik, mit der sie noch immer in Verbindung gebracht werden: die Mühlen. » mehr

















