Schluss mit dem „Fleckerlteppich“ Das neue Straßenpflaster in der Maximilianstraße wird nachgebessert
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Schluss mit dem „Fleckerlteppich“ Das neue Straßenpflaster in der Maximilianstraße wird nachgebessert
"Die Anwohner der Maximilianstraße habe ein Recht auf einwandfreie Leistung", betont Baureferent Gerd Merkle.Foto: Liebmann -
Schluss mit dem „Fleckerlteppich“ Das neue Straßenpflaster in der Maximilianstraße wird nachgebessert
Das sind die Steine des Anstoßes: Einige der in der Maxstraße verlegten Granitplatten hatten sich nach dem Winter verfärbt. Sie werden nun ausgetauscht.Foto: Tobias Bettighofer
In der Maxstraße gab es nach dem Winter ein bitteres Frühlingserwachen: Einige der neu verlegten Platten hatten sich dunkel verfärbt. Der von der Stadt bestellte Gutachter bestätigte, dass diese Natursteine mehr Wasser und Salz angenommen hatten als die anderen – ein Mangel, bei dem die Stadt ein Recht auf Ausbesserung hat.
Nun sollen sie in einem ersten Schritt ausgetauscht werden. Sollten sich im kommenden Winter weitere Pflastersteine verfärben, werden diese ebenfalls ersetzt. Dass die Platten nachdunkeln, sei durchaus gewollt, so Merkle, allerdings nicht mit so großen Unterschieden. Doch sie wurden so gewählt, dass sie zur Kurzen Maxstraße passen, die bereits Anfang der 1990er Jahre neue Gehsteige bekommen hatte.
Zurzeit gehen die Bauarbeiten in der südlichen Maxstraße weiter. Um weitere dunklere Steine ausfindig zu machen, werden die neuen Platten gleich, nachdem sie verlegt sind, gewässert. Der Baureferent versteht, dass sich die Anwohner über den „Fleckenteppich“ ärgern, schließlich finanzieren sie ihn mit. „Die Anwohner in der Maximilianstraße habe ein Recht auf einwandfreie Leistung“, betont er.
Weniger Verständnis hat er allerdings für den Vorwurf des Architekturforums, die Stadt habe bei ihren Planungen für die Kaisermeile das Landesamt für Denkmalschutz (LfD) mutwillig übergangen (wir berichteten). Denn die Umgestaltung der Maximilianstraße gehe auf einen Wettbewerb im Jahr 1998 zurück. Die damaligen Sieger, die Architekten Hans und Stefan Schrammel, hätten sich wegen der Pflastergestaltung bereits im Jahr 2000 mit dem LfD abgesprochen. Eine feste Vorgabe für die Gestaltung der Maxstraße als historischen Straßenzug gebe es nicht, deshalb seien die Architekten in ihrer Wahl der Verlegeart frei gewesen. Auch das hatte das Architekturforum bemängelt.
Tatsächlich gibt es eine weitere Stellungnahme des Landesamts für Denkmalschutz vom 11. Juli. Darin heißt es: „Insgesamt ist festzustellen, dass die Abweichungen zur Ausführung in der Kurzen Maximilianstraße zu einem moderneren Eindruck führen. Detailausbildungen dieses ohnehin modernen und nicht an einem historischen Zustand orientierten Gehwegbelages wären jedoch nicht Gegenstand einer denkmalpflegerischen Beurteilung gewesen.“
Baureferent Merkle hat nun den Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags nach Augsburg eingeladen: „Ich habe nichts zu verbergen.“
Auch in der Fußgängerzone hat die Stadt ein helles Straßenpflaster gewählt, das noch nachdunkeln wird – und das mit Absicht. „Sie soll einladend, hell und freundlich wirken“, erklärt Merkle den Grund. Ob die Farbunterschiede so groß sein werden wie in der Maxstraße, lässt sich derzeit nicht sagen. Erst nach dem Winter wird sich herausstellen, ob einzelne Platten ausgetauscht werden müssen.
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