Augsburg
Vater wandert für zwölf Jahre hinter Gitter
HIV-Infizierter hatte seine Kinder und ein Nachbarskind missbraucht
Ein Familienvater, der seinen Stiefsohn, seine Tochter und einen Nachbarsjungen zwischen 2005 und Juli 2011 sexuell missbraucht hat, muss für zwölf Jahre ins Gefängnis. Obwohl er um seine HIV-Infektion wusste, benutzte der Mann meist kein Kondom.
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Ein HIV-Infizierter hatte seine Kinder und ein Nachbarskind missbraucht. Foto: Symbolbild: © GesaD / pixelio.de
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Der 38-jährige Ullrich W. (Name von der Redaktion geändert) aus Dinkelscherben hatte seinen Stiefsohn in regelmäßigen Abständen zu sexuellen Handlungen gezwungen. Dieser war zu Beginn der Übergriffe zehn Jahre alt. Auch seine leibliche Tochter, die zum ersten Tatzeitpunkt erst sechs Jahre alt war, hatte W. mehrfach missbraucht. Und schließlich zwang er den Freund seines Stiefsohnes aus der Nachbarschaft, damals 13 Jahre alt, zu sexuellen Handlungen. Alle drei Kinder hat W. nicht nur missbraucht, sondern dabei auch fotografiert. Die Bilder bewahrte er auf.
Weil er zunächst zu seinen Taten geschwiegen hatte, dienten diese Fotos im Prozess als Hauptbeweis. Der Angeklagte gab in seinem Geständnis auch nur die Taten zu, die auf den Bildern zu sehen waren.
Ullrich W. wirkte während der gesamten Verhandlung völlig teilnahmslos. Auch bei seiner Verurteilung verzog er keine Miene. Letzte Worte hatte er nicht zu sagen. Die fehlende Bereitschaft, sich mit den Taten auseinanderzusetzen, war auch ein Grund, warum Richter Lenart Hoesch eine Sicherungsverwahrung anordnete. Auch zog er in Betracht, dass gerade bei homosexuellen Pädophilen die Rückfallsquote besonders hoch ist.
23.09.2012 | 07:32 Uhr - von Andreas Wegmann
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