Ehrungen im Landkreis Augsburg für engagierte Bürger

Manfred Baur, Vorstand des Musikvereins Konradshofen, Stellvertreter des Landrats Heinz Liebert, Günther Prestele und Ehefrau Martina, Bürgermeister Robert Wippel, Regina Mayer mit Tochter Hannah (von links). Fotos: pm
 
Stellvertreter des Landrats Heinz Liebert, Hasan Anac, Vorstand des SV Gablingen, Anna-Elisabeth Schaller und Ehemann Alfred, Bürgermeister Karl Hörmann (von links).


Im Namen von Horst Seehofer händigte der Stellvertreter des Augsburger Landrats, Heinz Liebert, drei verdienten Persönlichkeiten des Landkreises Augsburg die höchste Auszeichnung für im Ehrenamt tätige Männer und Frauen aus: das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten. Beim Festakt im Landratsamt begann Liebert mit der Laudatio in alphabethischer Reihenfolge.

- So ging das erste Ehrenzeichen an Günther Prestele
aus Konradshofen. Mit ihm hatte der Stellvertreter des Landrats einen guten Bekannten vor sich. Denn Prestele leitet seit 25 Jahren den Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Augsburg, der seit 1998 eigenständig ist. Die Liste von Günther Presteles Ehrenämtern ist lange: 27 Jahre stand Prestele an der Spitze des Musikvereins Konradshofen und prägte dessen erfolgreiche Entwicklung mit. 1982 gründete er die "Laienbühne", die er bis 2015 leitete und bei der er heute noch mitspielt, vor mehr als 30 Jahren initiierte er den Kinderfasching, der seitdem jährlich gefeiert wird. Und Prestele ist und war auch handwerklich ein Mann der Tat, denn bei der Renovierung und dem Umbau der ehemaligen Schule in ein Heim für die Dorfgemeinschaft, leistete er mehr als 920 ehrenamtliche Arbeitsstunden. 1988 war er Mitbegründer der Jugendkapelle Stauden, um deren Finanzen er sich zehn Jahre kümmerte. Gerade bei den jugendlichen Musikern gilt Prestele als "Ziehvater" und Vorbild für gelebte und erfolgreiche Vereinskultur. 1993 war Prestele dann auch der Motor für eine Wertstoffsammelstelle in Konradshofen, die der Musikverein im Auftrag der Gemeinde Scherstetten betreibt. Seine Frau Martina und er betreuen diese jeden Freitagnachmittag. 2002 kam dazu noch eine Gebrauchtmöbelbörse, ebenfalls von Prestele organisiert.

Auch der Kommunalpolitik hat sich der Konradshofer in seinen wenigen freien Stunden noch verschrieben: zwölf Jahre Gemeinderat, davon sechs Jahre Zweiter Bürgermeister und viele Jahre an der Spitze des CSU-Ortsverbandes.
- Anna-Elisabeth Schaller
aus Gablingen ist seit 35 Jahren Mitglied im dortigen Sportverein. Seit mehr als 20 Jahren ist sie Sparten- und Abteilungsleiterin der Turnabteilung, die neben Mutter-Kind-Turnen auch Step-Aerobic und Damengymnastik anbietet. Das besondere Augenmerk Schallers liegt dabei auf der Kinder- und Jugendarbeit. Einige Jahre gehörte sie auch dem Interimsvorstand an. Schaller wurde für ihr langjähriges Engagement heuer bereits von der Gemeinde Gablingen mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet.

- Auch Herbert Weidisch
aus Neusäß ist seit Jahrzehnten bürgerschaftlich engagiert: Er war zwölf Jahre stellvertretender Vorsitzender der Sing- und Musikschule Neusäß, ist seit 1995 Mitglied im Gartenbauverein "Mittleres Schmuttertal" Westheim, wo er 20 Jahre Kassenwart war und sich seit vergangenem Jahr in der Vereinsleitung engagiert. Zudem war Weidisch einige Jahre Kassierer beim Schwimmteam Neusäß und neun Jahre Kampfrichter im Bayerischen Schwimmverband. Auch die Schützenabteilung des Postsportvereins hat er fünf Jahre als Schriftführer unterstützt, außerdem gehört er bereits 20 Jahre dem örtlichen CSU-Ortsverband an.

Bevor es zum Fototermin und anschließend zum gemütlichen Teil des Nachmittags überging, gab Heinz Liebert den Geehrten noch die Gelegenheit, das Wort zu ergreifen. Sowohl Günther Prestele, wie Anna-Elisabeth Schaller dankten vor allem ihren Ehepartnern für deren Verständnis. "Ohne den nöti-gen Rückhalt in der Familie wäre das ehrenamtliche Engagement nicht möglich gewesen", waren sich beide einig. Schaller bezog zudem auch die Vereinsleitung des SV Gablingen und Bürgermeister Karl Hörmann in ihre Dankesworte mit ein.

"Meine Frau hat mich natürlich auch immer bestens unterstützt, aber ich muss schon dazusagen, dass sie es war, die mich für die Übernahme der Ämter erst ins Spiel brachte", beendete Weidisch die Dankesworte. (pm)
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