Feuerwehr Großübung: Wenn die Sirenen in Neusäß heulen

Die Feuerwehrleute der Neusässer Stadtteilwehren zeigten höchste Einsatzbereitschaft und eine reibungslose Zusammenarbeit.


Viele fröhliche Menschen in Trachten hatten sich in Richtung des Volksfestplatzes aufgemacht, um zu feiern, als plötzlich die Sirenen heulten. Kurz danach waren schon die ersten Feuerwehrfahrzeuge zu sehen, die in Richtung Ottmarshausen rasten. Schnell war aber allen klar, dass es sich hier nicht um einen Katastrophenfall handelt, sondern um die alljährliche Feuerwehr-Großübung in Neusäß im Rahmen der Feuerwehraktionswoche unter dem Motto "Wenn die Katastrophe kommt, sind wir bereit - Komm hilf mit".

Für die Ausrichtung war in diesem Jahr die Freiwillige Feuerwehr Ottmarshausen unter Leitung von Kommandant Thomas Weißenbach verantwortlich und die hatte sich im Vorfeld ein umfangreiches Szenario ausgedacht, um die Schlagkraft und nicht zuletzt die hervorragende Zusammenarbeit aller Neusässer Wehren zu präsentieren. Zahlreiche Zuschauer kamen, um der Übung beizuwohnen.

Schauplatz war das Hauser-Gelände, auf dem verschiedene Firmen ihren Sitz haben. Simuliert wurde ein Brand, welcher im Keller des Wohnhauses neben der Werkstatt der Firma Steinmetz Huber ausgebrochen war. Dieser entwickelte eine starke Rauchentwicklung, so dass es galt die anliegenden Gebäude abzuschirmen und zu evakuieren. Des Weiteren mussten vermisste Personen im Gebäude gesucht werden und Kinder, welche sich auf den Balkon im obersten Stockwerk des Hauses geflüchtet hatten, gerettet werden. Weiterhin war eine unter einem Container eingeklemmte Person aus der misslichen Lage schnellstmöglich zu befreien.

Schnell war den Helfern vor Ort klar, dass zur Beherrschung des Brandgeschehens und der sicheren Rettung der Betroffenen dringend die Unterstützung weiterer Wehren nötig war. Somit wurden schnell die Feuerwehren aus den anderen sieben Stadtteilen alarmiert, die in kürzester Zeit zum Einsatz auf dem Hauser-Gelände mit ihren Löschfahrzeugen, Einsatzfahrzeugen und Drehleiter, bereit standen. Mit schwerem Atemschutz ausgerüstete Retter drangen in das völlig verqualmte Gebäude, um möglichst schnell den eingeschlossenen Personen zu Hilfe zu eilen. Andere Einsatzkräfte rollten Schläuche aus, verschraubten die Rohre und führten diese zur nahe gelegenen Schmutter. Die Löschanlage wurde zum Laufen gebracht und das nötige Löschwasser direkt aus dem Fluss angesaugt, denn nachdem alle betroffenen Bewohner des Hauses schnell aus der Gefahrenzone in Sicherheit gebracht worden waren und damit die Menschen, galt es nun den Brand im Wohngebäude zu bekämpfen. Gleichzeitig mussten anliegende Gebäude und Bäume mit einem Sprühstrahl abgeschirmt werden. Die Stadtteilwehren der Stadt Neusäß präsentierten ein beeindruckendes Schauspiel und stellten unter Beweis, dass sie im Ernstfall für die Sicherheit von Leib und Leben sowie Hab und Gut der Neusässer aufs Beste einstehen können. Zum Glück war es diesmal nur eine Übung, die allen - Zuschauern wie den Aktiven - sichtlich viel Spaß bereitet hat. So stieß man anschließend gemeinsam im Bierzelt des Volksfests auf eine gelungene Übung an. (Jutta Kaiser-Wiatrek )
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