Konzert zu Ehren Mendelssohn-Bartholdys in Westheim

(Foto: Juli 2017 © Sebastian Summer)
Neusäß: Philippuskirche | Werner Renner eröffnete das Konzert zu Ehren Felix Mendelssohn-Bartholdys (*1809 in Hamburg) an der Orgel mit dem Präludium G-Dur, op. 37,2.

Das Notturno aus „Ein Sommernachtstraum“, op. 61 wurde vom Posaunenchor unter Leitung von Werner Renner dargeboten .

Reinhard Windisch am Klavier und der Posaunenchor brachten aus den „Liedern ohne Worte“ ein Andante espressivo und ein Moderato, jeweils in der Originalfassung und in der Bearbeitung für Blechbläser.

Weit über einhundert Lieder, davon zwölf Duette, hat Mendelssohn komponiert; zwei davon hörten wir von den beiden Sopransolistinnen Ilse Kerler und Eva Nieberle, am Klavier begleitet durch Werner Renner: Die Vertonungen von Heinrich-Heine-Texten: „Ich wollt, meine Liebe ergösse sich“ und „Wenn ich auf dem Lager liege“.

Das Unterstimmenquartett „Wer hat Dich, Du schöner Wald“ - genannt „Jägers Abschied“ - ein Paradestück für Männerchöre, intonierte sodann der Posaunenchor.

Aus der Sinfonie-Kantate „Lobgesang“, op. 52, entstanden zur 400-Jahr-Feier der Buchdruckerkunst und uraufgeführt in der Leipziger Thomaskirche, wurden die bekanntesten Melodien ausgewählt und vorgetragen von Posaunenchor und den beiden Sopransolistinnen: „Alles, was Odem hat“, das Duett „Ich harrete des Herrn“, zum Mitsingen eine Strophe „Nun danket alle Gott“ sowie „Drum sing ich mit meinem Liede ewig Dein Lob“.

Aus dem Schlusschor sang das Chorteam Lukas und Philippus (Kirchenchöre von St. Lukas Firnhaberau und Philippusgemeinde Westheim, Leitung Reinhard Windisch), begleitet von Susanne Brückner, Orgel, die Choralkantate Nr. 5 „Verleih uns Frieden gnädiglich“.

Wie sehr Bach den jungen Knabenalt Mendelssohn inspiriert hatte, wurde deutlich bei der vom Posaunenchor gespielten Fuge „Cum sancto spiritu“ aus „Gloria“.

Oliver Hein Solotrompete, Susanne Brückner – Orgel und die tiefen Blasinstrumente des Posaunenchors brachten aus dem Psalm 42 „Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser“ die Vertonung zu Gehör: „Der Herr hat des Tages verheißen seine Güte“.

Aus dem Psalm 95 erzählten die Sopransolistinnen und Werner Renner am Klavier „Denn in seiner Hand ist, was die Erde bringt“.

Luthers Choral und Fuge „Aus tiefer Not“, Motette, op. 23 hörten wir kraftvoll intoniert vom Posaunenchor.

Fast zehn Jahre arbeitete Mendelssohn an seinem Oratorium „Elias“ op. 70, ehe es 1846 in Birmingham uraufgeführt wurde. Hieraus standen auf dem Programm: Nr. 4 „So ihr mich von ganzem Herzen suchet“, Nr. 7 „Denn er hat seinen Engeln befohlen“, Nr. 28 „Hebe Deine Augen auf zu den Bergen und Nr. 31 „Sei stille dem Herrn. Ausführende waren Werner Renner – Bass, Albrecht Lamey – Klavier und das Chorteam Lukas und Philippus.

Das Konzert ging zu Ende mit dem vom Posaunenchor geblasenen Choral „Ach bleib mit Deiner Gnade“.

Die Zuhörer dankten den Mitwirkenden ihren unermüdlichen Probenfleiß und die mitreißenden Darbietungen mit begeistertem Applaus
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