Von wegen Ruhe im Ruhestand - der Neusässer Erich Dehler bekommt Auszeichng vom Bayerischen Ministerpräsidenten

Erich Dehler wurde für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet Foto: Jutta Kaiser Wiatrek

Seit 2005 war Erich Dehler mehr als zehn Jahre Vorsitzender im Ehrenamt der Ökumenischen Sozialstation Neusäß-Diedorf-Dietkirch, fünf Jahre zusätzlich als Geschäftsführer. Nach seiner Karriere als Schulleiter der Beruflichen Schulen in Neusäß hatte er sich den wohlverdienten Ruhestand nur zwei Jahre gegönnt, bevor er noch einmal auf neuem Gebiet durchstartete und das Ehrenamt des Vorsitzenden der Ökumenischen Sozialstation Neusäß übernahm.

Dehler habe nach zwei Jahren Pension wieder so viel Kraft und Energie, dass er sich in der Lage fühlte, diese Verantwortung zu übernehmen, erklärte er damals. Es stand keineswegs gut um die Ökumenische Sozialstation Neusäß-Diedorf-Dietkirch, als er die Leitung übernahm. Die Sorgen und Nöte dieser Organisation waren ihm aus seiner früheren Tätigkeit im Sozialpflegeverein bekannt. Es musste sparsam gewirtschaftet werden. Bis zum Jahr 2005 konnten Sozialstationen einen rasanten Aufstieg verzeichnen. Damit wurde der Pflegebereich auch für viele freie Versorgungsträger höchst interessant. Die Ökumenische Sozialstation als gemeinnütziger Betrieb musste dadurch starke Einbußen hinnehmen.

Zuwendung zum Patienten

Besonders am Herzen lag ihm ein gutes Zusammenspiel zwischen Pflegepersonal und Patienten. Dies sollte reibungslos und effektiv ablaufen, nur dann bliebe Zeit für ausreichend Zuwendung für die Patienten, denn ihnen die Zeit zu geben, die sie brauchten, lag ihm besonders am Herzen.

Neu eingerichtet wurde unter seiner Leitung die Pflegeüberleitung vom Krankenhaus in die Sozialstation. Kranke werden dabei bereits im Krankenhaus besucht und anschließend so lange weiter betreut, bis sie sich wieder selbst versorgen können. Aber für Patienten und deren Angehörige stehen des Weiteren zahlreiche Unterstützungsangebote wie Pflegearten, Hilfe bei Demenz, Essen auf Rädern kalt und warm, Tages- und Kurzzeitpflege zur Wahl. Beim Hausnotruf leisten examinierte Pfleger vor Ort Hilfe. Wichtig war es Erich Dehler immer hilfsbedürftige Menschen so zu unterstützen, dass sie Unterstützung für Haus und Garten möglichst lange zu Hause bleiben können. Im Jahr 2014 begleitete er den Übergang vom Verein in eine gemeinnützige GmbH.

Bis kurz vor seinem 75. Lebensjahr erfüllte er sein Amt vorbildlich. Er setzte sich aber auch in der Kommunalpolitik und bei der Interessensvertretung der Senioren mit großem Engagement ein.

Aufgrund dieses vieljährigen ehrenamtlichen Wirkens erhielt Dehler das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten. Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger überreichte ihm Ehrennadel und Urkunde. (Jutta Kaiser-Wiatrek )
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Wunibald Wörle aus Neusäß | 25.03.2017 | 19:56  
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