Zeitgemäßer Unterricht "Am Eichenwald"

Noch steht das Gerüst und die Handwerker haben das Sagen in der Grund- und Mittelschule Am Eichenwald. Bis Ende des Jahres sollen die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein. Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek


Die Schule "Am Eichenwald" war in den 60er Jahren erbaut worden. In Spitzenzeiten wurden dort 800 Schüler unterrichtet, jetzt sind es etwa 400. Längst war die Schule abgenutzt, so dass nach so langer Zeit umfassende Sanierungsarbeiten fällig geworden waren. Diese wurden nun in zwei Bauabschnitten 2015 und 2016 an der Grund- und Mittelschule "Am Eichenwald2 in Neusäß vollzogen. Während im vergangenen Jahr die Mittelschule auf Vordermann gebracht worden war, wird in diesem Jahr die Grundschule von Grund auf saniert. Im nächsten Jahr soll die Neugestaltung des Außenbereichs erfolgen.

Während die meisten Schulen sich derzeit in einer Art Dornröschenschlaf befinden und Lehrer sowie Schüler ihre Ferien genießen, geht es in der Grundschule der Eichenwaldschule derzeit hoch her, um sie zu modernisieren. Die Bauarbeiten sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein und Unterricht und Schulalltag soll dann zeitgemäß stattfinden können. Einige Klassen können bis dahin in Fachräumen der Mittelschule und in einem abgegrenzten Teil der Mensa untergebracht werden. Andere Grundschüler werden in der Zwischenzeit in fünf Containern beschult.

Mit voller Kraft wird derzeit an den Horträumen gearbeitet, die bereits zu Beginn des neuen Schuljahres wieder benützt werden sollen. Mit veranschlagten 10,5 Millionen Euro ist die Sanierung der Schule "Am Eichenwald" das größte Bauprojekt der Stadt seit dem Bau des Erlebnis- und Freizeitbads Titania. Neben der Fassade, die mit einer schützenden Hülle im Wärmedämmverbundsystem abgedeckt wurde, der Dämmung der Dächer und dem Austausch aller 280 Fenster, waren beim Alter der Schule auch die Fußböden zur Erneuerung fällig. Ein wichtiges Thema war auch die Heizung der Schule.

Da die Schule "Am Eichenwald" zur Inklusionsschule ernannt worden war und damit eine Schwerpunktschule für die Betreuung von Behinderten ist, soll das Gebäude künftig komplett barrierefrei sein. Dafür wurde ein Aufzug eingebaut. Eine Verbesserung erfährt auch die Mensa, die laut Herbert Zimmermann, der als Bauleiter der Stadt Neusäß den Umbau der Schule überwacht, nun ungefähr doppelt so groß sein, wie es eine Kantine nach den Richtlinien für einen Neubau wäre. Diese Großzügigkeit spiegelt sich auch in den Klassenzimmern wider. Im Vergleich zu anderen Schulen sind auch diese Räume recht groß. Sie weisen statt der vorgeschriebenen 50 Quadratmeter etwa 20 Quadratmeter mehr auf. Das Raumkonzept wurde so gestaltet, dass die angegliederten Garderobenräume zusätzlich als kleinere Übungsräume, für Gruppengespräche und individuelle Förderung genutzt werden können.

Ein mehr als 100 Quadratmeter großer Musiksaal mit großen Fenstern lässt den Schülern Freiraum für die schönen Künste, für Musik und Tanz.

"Nach längerer Zeit wird die Schule wieder einen Musiklehrer haben", freut sich der Erste Bürgermeister der Stadt Neusäß, Richard Greiner.

Hell und freundlich sind nun die Werkräume im Untergeschoss der Schule gestaltet. Sie wurden durch eine Terrassierung aufgeweitet, dunkelmachende Hecken und Gebüsche wurden entfernt. Ein Höhepunkt ist die Werkterrasse für den Unterricht im Freien.

Eine deutliche Aufwertung soll im dritten Bauabschnitt im kommenden Jahr auch der Außenbereich der Schule erhalten. Eine völlig neue Gestaltung mit attraktiver Begrünung und Sitzstufen soll diesem eine Art Campus-Charakter verleihen.

Positiv zu sehen ist auch die Tatsache, dass sich 95 Prozent aller Bauarbeiten im Kostenrahmen bewegen.
(Jutta Kaiser-Wiatrek )
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