Neuer Kindergarten entsteht auf einer Streuobstwiese in Westheim

Der neue Kindergarten der Stadt Neusäß soll auf der Streuobstwiese Ecke Westheimer-/Oskar-von- Miller-Straße in direkter Nachbarschaft des bestehenden Kindergartens Westheim gebaut werden. Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek

Derzeit entsteht im neuen Beethovenpark in Neusäß und auf dem Schusterareal durch neue Mehrfamilienhäuser zusätzlicher Wohnraum. Damit kann die Stadt mit dem vermehrten Zuzug junger Familien mit Kindern rechnen. Dies zieht aber unweigerlich auch einen Anstieg der Nachfrage nach Kinderbetreuungsangeboten nach sich. Da mit dem geplanten Bau einer neuen Kindertagesstätte Ecke Westheimer Straße/Oskar-von-Miller Straße eine beachtliche Summe an Baukosten auf die Stadt zukommt, kommt dieser eine sehr großzügige Förderung des Bundes mit bis zu 70 Prozent der Kosten sehr gelegen.

"Es ist deswegen richtig, die Baumaßnahmen jetzt in Angriff zu nehmen und die Anträge bei der Regierung von Schwaben zügig zu stellen", erklärte der Erste Bürgermeister von Neusäß, Richard Greiner. Die Stadt sei nach wie vor in der gleichen Lage, für jedes Kind einen Betreuungsplatz anbieten zu können. Doch der Betreuungsbedarf werde weiter steigen und so wolle man gerüstet sein. So sei inzwischen die Planung für die neue Kindertagesstätte im Stadtteil Steppach abgeschlossen, der Baubeginn sei für Juni vorgesehen.

Enge Zusammenarbeit mit Träger EKITA

Die Planung für den Bau der drei Betreuungsgruppen wurde eng abgestimmt mit dem Betriebsträger "EKITA", der die Kindertagesstätte führen wird. "Es war gut, dass der Träger früh in die Planung eingebunden werden konnte", zeigte ich Greiner zufrieden über eine angenehme, konstruktive Zusammenarbeit. Insbesondere Pfarrerin Bettina Böhmer-Lamey, die noch bis vor kurzem Pfarrerin der evangelische Philippuskirche in Westheim war und inzwischen nach Augsburg in die Kirche St. Anna wechselte, habe die Entstehung der Kita wohlwollend unterstützt, zeigte sich der Bürgermeister dankbar für die große Hilfe.

Vier neue Gruppen und integrative Gruppe geplant

Kürzlich hat nun der Stadtrat auch den Weg frei gemacht für weitere Kinderbetreuungsplätze in der neuen Kindertagesstätte in Westheim. Dass der Stadtrat den Startschuss für dieses Projekt gab, war ein wichtiger Schritt. Die Verwaltung kann nun mit der Umsetzung beginnen. Man hatte sich vor allem intensive Gedanken gemacht, in welcher Größenordnung der Bau entstehen sollte. Dies wurde schließlich unter Zuhilfenahme eines Fachbüros errechnet. Mittelfristig, mit Blick auf die städtebauliche Entwicklung in Neusäß, seien fünf Gruppen notwendig. Geplant seien davon zwei Gruppen für Krippenkinder und zwei für Kindergartenkinder. Laut Vorgabe des Landratsamts werde auch eine integrative Gruppe eingerichtet, in der besondere Fälle betreut werden sollen. Die Kindertagesstätte werde sich in sehr zentraler Lage, in direkter Nachbarschaft des bestehenden Westheimer Kindergartens befinden. Damit habe der Standort eine optimale Entfernung zu den Wohnparks im Beethovenviertel und im Sailerareal. Es sei allerdings noch nicht final entschieden, ob es einen Neubau oder einen Anbau geben soll.

Raumkonzept muss noch geklärt werden

Abzuklären sei auch noch die Planung des Raumkonzepts. Fragen zum Thema Ruhe- und Schlafräume, beispielsweise ob ein Gemeinschaftsraum zum Ruheraum umfunktioniert werde oder ein eigener Ruheraum eingerichtet werden soll sowie zur Verpflegung der Kinder seien noch abzuklären. Es ist davon auszugehen, dass hier im Mai im Planungsausschuss weitere Schritte beschlossen werden.
(Jutta Kaiser-Wiatrek)
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